Für Forscher und Tüftler

Anzeige
Das Modell im Obergeschoss zeigt die Schulanlage als Ganzes Foto: fbt
 
Der Treppenturm wird als Eingang dienen Foto: ftb

Am Mintarium in Mümmelmannsberg entsteht das Paradies der Wissenschaft

Von Frank Berno Timm
Mümmelmannsberg
Der Treppenturm an der Seite des Gebäudes markiert die Veränderung: In der Stadtteilschule Mümmelmannsberg entsteht etwas Neues. Hier werden sich junge Forscher in ihrem Element fühlen, wenn alles fertig ist. Das gibt es sonst nicht, sagt Architekt Robert Wohlleben, der Projektsteuerer. Hier, an und in der auffallend orangen Stadtteilschule Mümmelmannsberg entsteht gerade ein Bauwerk, das einzigartig ist: Das Mintarium wird ein Paradies sein für alle Jungs und Mädchen, die etwas mit naturwissenschaftlichen Fächern anfangen können.
Eine Matheausstellung wird es geben, Flugzeuge und Schiffe – freilich nur als Modelle – können hier entstehen. Dort, wo ursprünglich ein offenes Erdgeschoß war, entstehen 670 Quadratmeter neue Räume, neben dem markanten Schulbau ein neuer Treppenturm, der in das Forscherparadies führen wird. Das Hamburger Wochenblatt hat sich auf der Baustelle umgesehen.Noch herrschen hier die Trockenbauer, nackte Betonziegelwände sind zu sehen, Kabel laufen über den Boden, Türen sind provisorisch. Die Arbeiter grüßen kurz und lassen sich nicht stören.

Komplett barrierefrei


Gleich hinter dem Eingang liegt ein Mehrzweckraum für Veranstaltungen. Empfang und Garderobe sind allenfalls in Umrissen erkennbar. Im zukünftigen Ausstellungsraum ist das anders: Hier sind schon Eisenträger in der Decke verankert. Das Erdgeschoss, sagt Stefan Nowicki von der Schulbau Hamburg, wird komplett barrierefrei sein, im Obergeschoss ist der problemlose Zugang vom Schulgebäude her möglich. Die Arbeiten sind komplizierter, als es aussieht. „Wir haben lange gesucht, bis wir die passenden Firmen gefunden haben“, erinnert sich Robert Wohlleben, das „Anarbeiten“ an die bestehende Fassade aus Metall sei schwierig gewesen, auch der Brandschutz musste ergänzt werden. Das Thema ist ohnehin nicht ohne Herausforderungen: Das bestehende Schulgebäude ist 500 Meter lang. Wir kommen in Räume, die bislang der Schule dienten und jetzt für den neuen Zweck umgebaut werden. Dass es eine Herausforderung ist, zwei Becken mit Wasser in einen Raum einzufügen, wenn diese insgesamt eine Tonne Gewicht haben, liegt auf der Hand, selbst der Bauarbeiter, der hier beschäftigt ist, schaut verblüfft, als im Gespräch davon die Rede ist. Die jetzigen Arbeiten sollen im Spätsommer beendet werden, dann folgt die Einrichtung der neuen Räume. Im Obergeschoss sei noch nicht viel zu sehen, meint Robert Wohlleben. Wir begnügen uns mit der Besichtigung des beeindruckenden Schulmodells. Gemessen an dem großen Baukörper wird die Ergänzung mit dem Treppenturm, durch den man in das Mintarium kommt, geringfügig sein. Bald wird wieder gebaut. „Eine Gesamtsanierung der Schule ist vorgesehen“, sagt Stefan Nowicki. Sorina Weiland vom Bezirksamt Mitte ergänzt: „Das Mintarium sei ein Schlüsselprojekt der integrierten Stadtteilentwicklung“, an dem auch das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung wesentlich mitgewirkt habe. „Die Kollegen freuen sich, dass es nun 2016 eröffnet werden kann“, sagt sie. Beteiligt waren gleich mehrere Ämter: Von der Stadtentwicklungsbehörde kamen 1,9 Millionen Euro aus RISE-Fördermitteln, 175.000 Euro von der Bezirksversammlung Mitte, 560.000 Euro von der Schulbehörde und dem Landesbetrieb Schulbau. Die Schulbehörde wird auch die Finanzierung des Betriebs sicherstellen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige