Gefährliches Radfahren

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Philipp Anz, couragierter Rothenburgsorter und Mitglied der Hamburger Grünen, vermisst den übrig geblieben Radfahrweg. Gerade mal 90 Zentimeter. Dabei gibt es bis zum Kantstein der Fahrbahn noch genug Raum. Foto: Röhe

Viel befahrener Billhorner Deich ohne ausgewiesenen Radfahrweg

Rothenburgsort. Vor etwa einem Jahr hat das städtische Unternehmen Hamburg Wasser einen Bürokomplex im Billhorner Deich fertig gestellt. Etwa 200 Meter Fahrradweg mussten dafür weichen. Dort, wo jahrelang ein Fahrradweg vom Ausschläger Elbdeich zur Kreuzung Billhorner Deich/Vierländer Damm führte, sind nun auf einem angelegten Seitenstreifen Steine an der viel befahrenen Straße platziert. Zwar gebe es einen knapp 90 Zentimeter breiten „Radweg“, der von dem Fußgängerweg deutlich getrennt ist, aber der wird weder von Dreck, Blättern oder (im Winter) Schnee freigehalten. „Es dort wunderbar die Möglichkeit einen 1,50 Meter breiten vernünftigen Radfahrweg zu bauen“, sagt Philipp Anz, couragierter Bürger und Mitglied der Hamburger Grünen. „Als Alternative kommt sonst nur eine Verkehrsberuhigung in Frage, die dafür sorgt, dass Radfahrer wieder auf die Straße können“, ergänzt Philipp Anz.
Eltern, die ihre Kinder mit dem Fahrrad aus dem nahe gelegenen Spielhaus oder Elbpark Entenwerder abholen, müssen nun entscheiden: Fahren Sie auf der gefährlichen Straße oder  auf dem 90 Zentimeter breiten Fahrradweg, der kurz vor dem Bürokomplex endet. Oder teilen sich die Radler einen 1,50 Meter breiten Gehweg?
Vor dieser Frage stehen Eltern mit Kindern gleichermaßen wie Behinderte, die in der benachbarten „Traunschen Villa“ betreut werden und gern Ausflüge mit dem Rad unternehmen. Bis heute ist nicht geklärt, wer Schuld daran hat, dass ein vorher existierender Radfahrweg nunmehr einfach abgeschafft wurde. Der Stadtteilrat Rothenburgsort erhofft sich durch eine Prüfung, dass der Radweg wiederhergestellt wird.
„Die Angelegenheit befindet sich noch in der Klärung“, teilt Sorina Weiland vom Bezirksamt Hamburg-Mitte mit. „Es gibt in Rothenburgsort noch einige weitere Stellen, an denen wir noch Abhilfe schaffen werden.“ Es ist offenbar nicht damit zu rechnen, dass der Radweg am Billhorner Deich wieder hergestellt wird. Wenn sich am Verkehrsaufkommen nichts ändern, bleibt es für Radler ein gefährliches Unterfangen. (mr)
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