Gefahrenzone entschärfen

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Die Griesstraße aus Sicht eines Autofahrers. Fußgänger können hier leicht übersehen werden Foto: Landeck

Zebrastreifen oder Schild: Politik prüft Maßnahmen für Griesstraße

Von Johanna Landeck
Hamm
Nicht nur, jedoch vor allem in der dunklen Jahreszeit bergen schlecht einsehbare Straßenmündungen gefährliche Tücken für Autos, Radfahrer und Fußgänger. Eine solche Gefahrenstelle hat die SPD-Fraktion Hamburg-Mitte im nördlichen Hamm geortet. Die Partei fordert nun an dieser Stelle mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. „Für alle, die von der Griesstraße auf den Hammer Steindamm abbiegen wollen, ist die Straße wegen der dort parkenden Autos schwer einzusehen“, erklärt Elke Kuhlwilm (SPD). „Außerdem nähern sich die Autofahrer der T-Kreuzung sehr häufig mit einer erhöhten Geschwindigkeit.“ Ein Fußgänger könne so leicht übersehen werden. Laut der Partei würden viele Fußgänger wegen des abgesenkten Bordsteins zudem automatisch davon ausgehen, dass sie Vorrang haben, was für Autofahrer jedoch nicht zu erkennen sei. Auch die Koalition und die Opposition haben die Problematik erkannt. „Der Hammer Steindamm ist ja zu einer richtigen kleinen Flaniermeile geworden und die genannte Ecke ist besonders für Fußgänger schwierig“, so Michael Osterburg von den Grünen. Kevin Hänel (CDU) betont: „Verkehrssicherheit ist immer wichtig und wenn Beschwerden von Anwohnern kommen, sollten diese ernst genommen werden.“

Anwohner sind in Sorge


Payam Jahani, Pächter der Bäckereifiliale „Nur Hier“, ärgert sich schon lange über die Verkehrssituation vor Ort: „Ich habe die Lokalpolitik schon ein paar Mal auf dieses Problem angesprochen. Vor allem wenn Autos auf dem Radweg stehen, die beispielsweise Pakete für die umliegenden Geschäfte anliefern, ist die Sicht eingeschränkt. Das ist gefährlich, gerade für ältere Leute. Es hat hier deswegen schon öfter Unfälle gegeben, bei einem Verkehrsunfall war ich selbst Zeuge.“ Die Polizei hingegen kann auf Anfrage des Wochenblattes kein erhöhtes Unfallaufkommen an der Ecke Griesstraße/Hammer Steindamm bestätigen.
Fest steht: Im November reichte die SPD einen Antrag im Regionalausschuss Horn/Hamm/Borgfelde/Rothenburgsort ein. Das Bezirksamt soll nun prüfen, mit welchen Maßnahmen die potenzielle Gefahrenstelle ausgemerzt werden kann. Laut Partei kämen dafür beispielsweise ein Zebrastreifen und ein Hinweisschild für Autofahrer in Frage.
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