Gemeinsam leben und feiern in Mümmelmannsberg

Anzeige
Christiane Beek (v.l.)ev. Gemeindezentrums), Mehmet Sefik Osak (Imam der Sultan-Ahmet-Moschee), Katharina Riemer und Seyma Asik (Moschee-führerin)

Das „Internationale Fest“ auf dem Skulpturenhof hat Veranstaltern und Besuchern Spaß gemacht

Von Stefan Dombert

Billstedt Zum 27. Mal fand es statt, das „Internationale Fest“ in Mümmelmannsberg. Eröffnet wurde es traditionell mit dem „Interkulturellen Friedensgebet“, bei dem Vertreter des christlichen und muslimischen Glaubens gemeinsam eine Andacht hielten. Dieses klare Zeichen des friedlichen Miteinanders wurde durch die eindringlichen Worte noch unterstützt. „Wir möchten Zeichen setzen ohne Gewalt, für ein friedliches Miteinander einstehen und zeigen, dass ein schönes Zusammenleben möglich ist“, so die kirchlichen Vertreter in ihren
Predigten.
Wolken am Himmel,
Sonne im Herzen
Von dem mäßigen Wetter ließen sich weder Initiatoren, Teil-
nehmer noch Besucher beein-
drucken und sorgten für erstklassige Stimmung. „Das Fest ist ein
voller Erfolg“, so die Initiatorin Birgit Sokolowski von der Elternschule Mümmelmannsberg. „Gemeinsam leben, gemeinsam feiern, so lautet das Motto
heute. Einige lächeln darüber, aber es bringt so unglaublich
viel, sich hier unverbindlich kennenzulernen“, so die dynamische Initiatorin. Das Fest begann einst in den Räumen der Bücherhalle und hat sich bis heute zu einem Volksfest unter freiem Himmel gemausert. Ein klares Zeichen des Integrationswillens aller
Beteiligten.

Bezirksamtschef Grote mit klaren Worten

Nach dem Friedensgebet eröffnete Bezirksamtschef Andy Grote das Fest offiziell. In seiner Rede sprach er davon, dass „die Internationalität ein wichtiger Teil der Identität von Mümmelmannsberg ist“. Er betonte den friedlichen, freundschaftlichen und respektvollen Umgang der Kulturen und Religionen, der in Mümmelmannsberg herrscht. Doch auch warnende Worte waren vom Bezirksamtschef zu hören. „Der Islam ist friedlich, freundschaftlich und respektvoll. Doch einer bestimmten Gruppe, die den Islam sehr eigen interpretiert, sagen wir klar: ihr habt hier nichts verloren“, so Andy Grote unter dem Applaus der Anwesenden. Diese Haltung bestätigte auch Michael Mathe vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung: „Wir haben intensiv darüber diskutiert. Unsere Ansage ist klar: keine Toleranz gegenüber Intoleranten“, so der Amtschef nachdrücklich.

Kreativer Stadtteil mit eigener Kunstszene

Werner Vogel, Sprecher der „Kunst- und Kulturtage Mümmelmannsberg“, betont, wie kreativ der Stadtteil ist. „Hier gibt es sehr viele Künstler verschiedenster Stilrichtungen, denen wir Räume geben, damit sie nicht nur im Verborgenen schaffen“, so der ambitionierte Kunstfreund. Natürlich ist auch von Bedeutung, dass die Kunst eine wichtige Funktion im Miteinander hat und Mauern einreißt. Gemeinsam künstlerisch tätig sein, sich austauschen, diskutieren und zusammen ausstellen – Kunst ist gelebte Integration. Am kommenden Sonnabend, 28. Juni, geht es weiter. Die Elternschule und FIPS e.V. feiern am Kirchnerweg 6 ihr großes Sommerfest. Hüpfburg und Rollenrutsche, Schminken und Basteln, Glücksrad und Fühlkiste, Flohmarkt und Leckereien – das Sommerfest bietet einen erlebnisreichen Nachmittag für Kinder.
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
803
Erich Heeder aus Billstedt | 26.06.2014 | 09:51  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige