Geplante Sanierung der Straßen stockt

Anzeige
Beläge und Bordsteine in der Schlangenkoppel heben sich Foto: Timm

Abgeordnete verärgert: Beschlüsse werden nicht umgesetzt oder verzögert

BILLSTEDT. Deutlicher Unmut war in der jüngsten Sitzung des Billstedter Regionalausschusses aus den Reihen der Abgeordneten zu hören. Gleich an mehreren Beispielen machten sie klar, dass ihre Beschlüsse nicht als Vorschläge anzusehen sind, sondern für die Verwaltung verbindlich seien.

Erstes Beispiel ist die Schlangenkoppel. Erst vor kurzem hatte der Regionalausschuss herausgestellt, dass sich im hinteren Teil der Straße die Beläge und Bordsteine heben. Anwohner hatten dies mehrfach gemeldet. Die Abgeordneten wollten, dass sich die Verwaltung ein Bild macht und zur Tat schreitet. Doch es wird sobald keine Sanierung geben, frühestens im kommenden Jahr beginnen die Planungen. Der Ausschuss nahm in seiner Sitzung eine Mitteilung der Verwaltung zur Kenntnis, in der dies mit den personellen und finanziellen Ressourcen begründet wurde. Das Bezirksamt hatte hinzugefügt, wenn zwischenzeitlich „nicht mehr verkehrssichere Zustände eintreten“, werde im Einvernehmen mit dem Straßenbaurevier für Abhilfe gesorgt. Das heißt im Klartext wohl: Die Straße bleibt erstmal so.

Dazu passt der Umstand, dass die vom Ausschuss ebenfalls angemahnte Komplettierung des Radwegs in der Manshardtstraße nach Auskunft von Frank Ramlow (SPD) „noch nicht einmal begonnen“ wurde. Im Dezember hatte das Hamburger Wochenblatt berichtet, dass die Arbeiten laut Bezirksamt 2016 passieren sollen – an die zwei Jahre später, als ursprünglich vorgesehen. Ramlow: „Ich fühl‘ mich veralbert“.

Doch warum kommt es immer wieder zu Verzögerungen? Die Verzögerung beim Radweg der Manshardtstraße begründet Bezirksamts-Sprecherin Sorina Weiland mit Personalengpässen; die Vorbereitungen seien bereits angelaufen. Den Hinweisen des Regionalausschusses zur Schlangenkoppel werde man nachgehen und den Zustand der Straße prüfen. Für Straßen und Grünanlagen „stehen Gelder für Investitionen und laufende Unterhaltungsarbeiten zur Verfügung“. Für Billstedter Bezirksstraßen seien das in diesem Jahr rund 367.000 Euro, für Hauptverkehrsstraßen etwa 177.000 Euro und für die Unterhaltung von Grünanlagen circa 250.000 Euro. Verkehrssicherheit gehe vor, „der Rest kommt später“. (fbt)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige