Geringste Wahlbeteiligung in Hamburg-Mitte

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Alle in eine Tonne: Viele Wähler wunderten sich am Sonntag, dass die Stimmzettel für Europa- und Bezirkswahlen alle in eine Tonne wanderten Foto: Glitz

Nach ersten Auszählungen deuten sich dramatische Verluste für die SPD in den Bezirken an

Von Rainer Glitz


Bei den Ergebnissen der Wahl für die Bezirksversammlungen deuteten sich erdrutschartige Verluste der SPD an. Laufend aktuelle Ergebnisse finden Sie hier

Nach ersten Erhebungen liegt die Wahlbeteiligung bei 31 Prozent, das ist im Vergleich zu 2011 ein Minus von 13 Prozentpunkten. Mitte ist damit der Bezirk mit der geringsten Wahlbeteiligung in Hamburg. Zum Vergleich: In Wandsbek und Nord lag der Wert bei 42 bzw. 45 Prozent Für die SPD zeichneten sich massive Verluste ab, als Gewinner gelten die Grünen.

Bei der Europawahl haben in Hamburg diesmal deutlich mehr Wähler ihr Kreuz gemacht als vor fünf Jahren. Die Wahlbeteiligung liegt nun bei 43,4 Prozent, fast neun Prozentpunkte über dem historisch schlechten Wert von 2009. Als Wahlsieger kann sich die Hamburger SPD fühlen, die deutlich auf 33,8 Prozent zulegte und die CDU (24,5 Prozent) überflügelte. Auch die Alternative für Deutschland kann feiern, sie erreichte aus dem Stand 6,0 Prozent und liegt knapp unter dem Bundesergebnis. Klarer Verlierer an der Elbe ist die FDP, die mit 3,7 Prozent zwei Drittel der Stimmen verlor. Die Grünen verloren etwas, bleiben mit 17,2 Prozent aber drittstärkste Kraft. Die Linke konnte sich auf 8,6 Prozent verbessern, die Piraten legten auf 2,2 Prozent zu.

Mitte ist mit 34,6 Prozent der Bezirk mit der geringsten Wahlbeteiligung. Am höchsten lag diese in der Hafencity und St. Georg, am niedrigsten in Rothenburgsort und Billbrook. Klare Nummer eins ist auch im Bezirk Mitte die SPD mit 34,4 Prozent. Ihr bestes Ergebnis holten die Sozialdemokraten in Billstedt. Die CDU erreichte mit 18,9 Prozent nur wenig mehr Stimmen als die Grünen mit 17,3 Prozent. CDU-Hochburg ist die Hafencity, die Grünen konnten am meisten auf St. Pauli punkten. CDU-Mann Roland Heintze zieht nicht ins EU-Parlament ein. Die Linke kommt auf 12,3 Prozent, die Alternative für Deutschland auf 5,9 Prozent. Die FDP ist klarer Verlierer mit 2,4 Prozent.
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