Geschichte(n) aus dem Stadtteilarchiv Hamm

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In den 50er-Jahren hatte ein sehr bekanntes Versandhaus seinen Sitz ebenfalls in Hamm, es befand sich in der Hammer Landstraße gegenüber der U-Bahn-Station Burgstraße. Foto: hfr

Teil 6: Es brummt und brummte – Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr

Hamm. Über viele Jahrhunderte war Hamm das Dorf der Sommerresidenzen, der Wochenendvillen und Erholungspaläste betuchter Hamburger.
Industrie und Handel begannen erst Mitte des 19. Jahrhunderts in Hamm Einzug zu halten, mit Beginn des 20. Jahrhunderts dann mit dynamischer Wucht. Hamm, gerade Stadtteil geworden, wurde zum Arbeiterstadtteil, in dem die gewerkschafts- und arbeiternahe Idee der genossenschaftlichen Unternehmung eine größere Rolle spielte als anderswo. Insbesondere der Wiederaufbau des Stadtteils in der Wirtschaftswunderzeit ist schwer vorstellbar ohne die zahlreichen kleinen und großen Wohnungsbaugenossenschaften.

Konsum, - Bau-
und Sparverein
Eine von ihnen war der 1899 gegründete Konsum,- Bau und Sparverein „Produktion“. Die Zentrale der kurz „Produktion“ oder noch kürzer „PRO“ genannten Genossenschaft befand sich in einem Gebäudekomplex in der Wendenstraße an der Westecke zum Louisenweg (heute Luise ohne o).
Nach 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die PRO, die großen Gebäude fielen dem Feuersturm 1943 zum Opfer – die Idee überlebte. Die PRO wurde nach dem Krieg wiedergegründet und konzentrierte sich vor allem auf den Konsumbereich und auf die PRO-Stiftung. Für mehr als 20 Jahre bestimmten die PRO-Läden auch das Bild des neuen Hamm mit. Doch die zunehmende Konkurrenz im Einzelhandel führte die PRO an den Abgrund.
Für die Produktion eines Grundnahrungsmittels, wenn auch nicht Brot und Fleisch, hat ein Unternehmen in Hamm einen Standort gefunden, das nur derjenige nicht kennt, der sich für Kaffee nicht die Bohne interessiert: Tchibo betreibt seit 1964 in der Süderstraße eine Rösterei.
An der Hammer Landstraße zwischen Diagonalstraße und Hübbesweg, dort wo heute das Seniorenheim „Süderelbe“ steht, befand sich bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts die pharmazeutische Fabrik Promonta. Ebenfalls in der Hammer Landstraße ließ sich in den 50-ern ein bis heute sehr bekanntes Versandhaus nieder.
In der nächsten Ausgabe lesen Sie den siebten Teil der Geschichte(n) aus dem Stadtteilarchiv Hamm: Stars aus Funk und Fernsehen. (hfr)
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