Grünanlagen in Billstedt wuchern zu

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Hier ist nur mit gutem Willen feststellbar, wo man sich befindet Foto: Timm
Hamburg: Kaspar-Siemers-Stieg |

Wildwuchs: Brennesseln nehmen überhand, Straßenschilder vermoosen unleserlich

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Wie schön sind Kirchsteinbek, Öjendorf und Schiffbek? Hält man sich dort gerne auf, geht spazieren und führt Gäste herum? Manche Beispiele sprechen dagegen: Unlesbare Verkehrs- und Straßenschilder, vernachlässigte Grünanlagen. Der Anruf von Wochenblatt-Leserin Ute P. erzählt von einem Beispiel, wie es nicht sein soll: Der Übergang vom Kaspar-Siemers-Stieg in die Grünanlage, von wo aus man dann zum Billstedter Schwimmbad oder bis ins Stadtteilzentrum mit seinen Einkaufsmöglichkeiten kommt, sei von Brennsesseln überwuchert, daran könne man sich verletzen. Nur ab und zu werde das in Ordnung gebracht, es sehe aber schon wieder „völlig ungepflegt“ aus.

Verkehrsschilder vermoost

Sowohl die Treppe in die Grünanlage, als auch die behindertengerechte Auffahrt sind schon länger nicht mehr gepflegt wurden – wüst ins Kraut schießende Gewächse haben sich am Rand des Pflasters angesiedelt. Wenn hier nichts unternommen wird, müssen Radler und Fußgänger bald andere Wege nehmen. Straßen- und Verkehrsschilder sind ein weiteres Beispiel. An der Schlehmkoppel ist das Schild für die 30er Zone so mit grünem Moos überwuchert, dass man es bald nicht mehr lesen kann. Ein Stück weiter, an der Kreuzung Möllner Land-/Kapellenstraße, ist das Straßenschild schon nicht mehr lesbar. Im Stadtteil finden sich herumliegende Flaschen, Abfälle an Sitzbänken, in Zaunenden gestopfte Verpackungen.

Personalnot

Für Verkehrs- und Straßenschilder sei der „Schildertrupp“ zuständig, der für den gesamten Bezirk Mitte verantwortlich und auf Hinweise angewiesen sei. Es gebe, sagt Sorina Weiland, keine regelmäßigen Kontrollen der Beschilderung. Die Pressesprecherin des Bezirks bekräftigt, dass an Sicherheit „nicht gespart“ werde. Es gebe allerdings Personalnot. Zur Grünanlage am Kaspar-Siemers-Stieg bemerkt Weiland, demnächst werde hier für Abhilfe gesorgt werden. Zu einem Teil sei der Missstand auch dem relativ wechselhaften, regenreichen Sommer geschuldet: „Es wächst so sehr, dass man kaum hinterherkommt“. Die Sauberkeit in den Anlagen sei dabei nicht nur eine Frage des Geldes. Die Einschätzung, dass jeder Einzelne etwas zum guten Aussehen der Anlagen beitragen könne, teilt Sorina Weiland ausdrücklich.

Wildwuchs melden

Sorina Weiland vom Bezirksamt Mitte empfiehlt, derartige Probleme beim Hamburg-Service zu melden: Telefon 428 280 oder online beim so genannten Meldemichel
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