Hamburg: Billstedt bleibt außen vor

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Wochenblatt-Redakteur Mathias Sichting an der Entleihstation am Jungfernstieg. Mit dem Stadtrad könnt er von dort auf der Veloroute 8 bis nach Billstedt fahren. Die Rückgabe ist dort jedoch nicht möglich Fotos:mt

Wo das Leihsystem „Stadtrad“ neue Stationen bekommt und wie es funktioniert

Hamburg. Wirtschaftssenator Frank Horch bezeichnet es als „weiteren Meilenstein in der Förderung des Radverkehrs in Hamburg.“ Gemeint ist die Erweiterung des erfolgreichen Stadtrad-Systems um 40 neue Stationen und 500 Fahrräder. Dabei wird das Verbreitungsgebiet der roten Stadträder deutlich ausgeweitet. Die Erfolgsgeschichte des im Juli 2009 in Hamburg eingeführten Leihsystems setzt sich fort. Für Hamburg-Mitte und den Osten sind konkret folgende Stationen geplant: U-Bahn-Haltestelle Gänsemarkt / Caffamacherreihe, U-Bahn-Haltestelle Feldstraße / Marktstraße, U-Bahn-Haltestelle HafenCity Universität, HafenCity / Oberhafenquartier, Sievekingsallee / Hammer Steindamm, U-Bahn-Haltestelle Rauhes Haus / Horner Weg, Horner Weg / Rhiemsweg und Osterbrookviertel.
Bei aller Freude über den Erfolg des Systems der Bahntochter und Betreiberfirma DB Rent GmbH gibt es auch Kritik aus der Politik: „70.000 Einwohner und keine Stadtrad-Station für Billstedt. Der Senat zeigt wieder mal sein wahres Gesicht für den Stadtteil Billstedt / Mümmelmansberg“, ärgert sich Murat Gözay, Bezirksabgeordneter der Grünen aus Billstedt. Insgesamt gab es über 100 Vorschläge aus den Bezirken, aus denen am Ende 40 ausgewählt wurden. Knapp 270.000 registrierte Fahrradfahrer haben sich an den 131 Stationen 2,2 Millionen Mal eines der 1.650 Fahrräder ausgeliehen.

So funktioniert eine Entleihung

Zur Registrierung und weiteren Identifizierung wird
eine EC- oder Kreditkarte benötigt. Nach Rückgabe des Fahrrades wird die angefallene Leihgebühr vom Konto abgebucht. Bei der Anmeldung (kostet
5 Euro) müssen Namen, Adresse und Handynummer eingegeben werden. Man erhält eine Gutschrift von 5 Euro. Jede der 131 Entleihstationen verfügt über ein zentrales Bedienterminal mit Touchscreen. Nach der Anmeldung können pro Kunde maximal zwei Stadträder ausgeliehen werden. Verfügbare Leihräder werden als Nummern angezeigt. Nach der Auswahl geht man zu seinem Rad und tippt das Display am Fahrradschloss an. Das Schloss entsperrt sich hörbar. Zur Rück-gabe wird das Rad an einem freien Stellplatz einer Station abgestellt. Nach der Verriegelung drückt man den Sperrkopf an der rechten Seite des Fahrradschlosses. Pausen sind möglich: Das Fahrrad kann im gesamten Stadtgebiet abgestellt und mit dem Fahrradriegel zeitweise gesichert werden. Preise: Ab der 31. Minute kostet das Entleihen 8 Cent pro Minute, auch während der Pausen. Ein Stadtrad kostet am Tag 12 Euro.
Anfang 2015 soll es mit dem Bau der neuen Stationen losgehen. „Die genauen Daten sind jetzt noch unklar, das hängt vom Wetter ab“, weiß Helma Krstanoski, Pressesprecherin der Verkehrsbehörde. (ms)

Weitere Informationen unter stadtrad.hamburg.de
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