Hamburg: Einsatz im Stadtteil

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Friedrich Wilhelm Kröger ist unermüdlich sozial engagiert Fotos: Christa Möller
 
Kürzlich bekam er für seinen Einsatz bei der Bürgerpreis-Verleihung den Ehrenpreis des Bezirks Mitte

Friedrich Wilhelm Kröger macht sich stark für Schwache

Von Christa Möller
Hamburg. Es gibt viele Stiftungen, deren Zielsetzung die Hilfe für Kinder und Jugendliche ist. Eine davon ist die „Carsten Kröger Stiftung“, die ihren Wirkungskreis allerdings regional auf Billstedt und Horn begrenzt hat. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula und seinem Sohn Timm gründete Friedrich Wilhelm Kröger die Stiftung vor 13 Jahren. Sie ist nach seinem früh verstorbenen zweiten Sohn Carsten benannt, der ebenfalls sozial engagiert war. „Ich hatte ein bisschen Geld zuviel“, sagt Kröger, ein Rohbaumwollfachmann, der in seinen letzten Arbeitsjahren Geschäftsführer einer Hamburger Firma war und schon vorher „dieses und jenes unterstützt“ hat. Außer ihm gehören Rechtsanwalt Wolfhard F. Klatt sowie Pastorin Bettina Schweikle (Philippus und Rimbert Kirchengemeinde in Horn) und Pastorin Dietlind Jochims (Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, zuvor Jubilate Kirche in Billstedt) dem Vorstand an.

Geld fließt in Jugendprojekte

Friedrich Wilhelm Kröger (85) beschreibt seine Familie als „von Grund auf genügsam“, Urlaubsreisen gingen früher, als die Kinder noch klein waren, auf die Hallig Langeneß oder zum Wandern mit dem Rucksack in die Berge. Heute geht es ihm finanziell besser, aber mit seiner Frau wohnt er seit über 50 Jahren in derselben Wohnung - da, wo seine Stiftung hilft: in Billstedt. Der Kampf gegen Antisemitismus gehöre zu den in der Satzung verankerten Stiftungszwecken. Deshalb fährt Kröger schon seit zehn Jahren mit Schulklassen aus dem Stadtteil für einen Tag nach Berlin, Stadtrundfahrt inklusive. Schwerpunkt ist allerdings der Besuch im Jüdischen Museum. Kröger ist im Stiftungsvorstand zuständig für Korrespondenz und Buchhaltung und betont: „Wir geben nur das aus, was wir im Vorjahr eingenommen haben. Die Einnahmen werden zu 100 Prozent für die Zwecke der Jugendhilfe ausgegeben.“ In diesem Jahr wurden 20.000 Euro an 15 Institutionen verteilt (wir berichteten). Natürlich ist die Stiftung auch über Spenden dankbar.

Interkulturellen Garten mitbegründet

Kröger macht gerne etwas mit und für andere. Mit weiteren Engagierten hat er über 45 Jahre lang das Gartenland rund um seinen Wohnblock gepflegt. Außerdem gehört er zu den Gründungsmitgliedern des IKG „Interkultureller Garten Hamburg Billstedt“. Der seit dreieinhalb Jahren bestehende Verein hat an der Legienstraße 1.800 Quadratmeter Grün auf ökologischer Basis in einen bunten Garten verwandelt, der sich auch dem Stadtteil öffnet. Die Hälfte der Fläche steht den rund 40 Mitgliedern in Form von kleinen Parzellen zur Verfügung, die andere Hälfte ist Gemeinschaftsfläche. „Wir wollen eine Generationen übergreifende Gemeinschaft für Mitbürger aus allen Kulturkreisen und Gesellschaftsschichten bilden, die neben dem Gärtnern noch andere gemeinsame Aktivitäten durchführen“, so steht es in der Satzung. Und nicht zuletzt ist Kröger im Flüchtlingsdorf Mattkamp aktiv, seit es vor gut 20 Jahren aufgebaut wurde. Dort hat er schon damals Ferienangebote für Familien organisiert. Für seinen Einsatz bekam er kürzlich den Ehrenpreis bei der Bürgerpreis-Verleihung des Bezirks Mitte.

Förderanträge für Projekte im Bereich Billstedt/Horn für das Jahr 2015 können noch bis zum 31. Dezember 2014 gestellt werden, möglichst per E-Mail unter stiftung.ck.k@billhorn.de
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