Hamburg hat schöne Parks – aber zu viel Müll

Anzeige
Grill-Müll im Öjendorfer Park Foto: je
Hamburg: Öjendorfer Park |

Ob Hundehalter oder Griller: Bürger sind in der Selbstverantwortung. Bußgeld bis 100 Euro möglich

Horn Es ist Frühling. Es locken Spaziergänge durch die Parkanlagen. Doch da bieten sich oft keine schönen Anblicke. Müll und Hundehaufen stechen mehr ins Auge als die Blütenpracht. Das Wochenblatt hat sich in Horn umgesehen und viel Unrat entdeckt. „Schön wäre es, wenn jeder selbst darauf achtet, keinen Müll zu produzieren“, sagt Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirks Mitte. „Unsere Parks könnten dann viel schöner aussehen.“

Hundekot und Müll

Ein trauriges Bild bietet sich vor allem in der Grünanlage Am Gojenboom zwischen Horner Freiheit und dem Rauhen Haus. Wenige Tage nachdem ehrenamtliche Helfer die kleine Parkanlage gesäubert hatten, war schon wieder alles verdreckt. Der Park wird vor allem von Hundebesitzern stark frequentiert. Auf einer Freilauffläche können sich die Hunde austoben. Doch viele Hundebesitzer lassen den Schiet, den ihre Vierbeiner produzieren, einfach liegen – mitunter auch auf den Gehwegen. Außerdem wird der kleine Park aber auch von der Stadtreinigung scheinbar häufig ignoriert. Die wenigen Papierkörbe quellen über, die Parkbesucher werfen ihren Müll daneben.

Bußgelder zwischen 30 und 100 Euro

Dabei sind das Vergehen, die bestraft werden können. Das Bußgeld für das Liegenlassen von Hundekot beträgt in Hamburg zwischen 30 und 100 Euro. Für Vermüllung in geringfügigen Fällen sind Bußgelder zwischen 35 und 70 Euro vorgesehen. Dabei geht es um weggeworfene Bananenschalen, Pappbecher oder Zigarettenschachteln. Doch nur sehr selten wird ein Bußgeld ausgesprochen. Der Hundekontrolldienst oder die Mitarbeiter vom „Ordnungswidrigkeiten-Management“ sind mit größeren Aufgaben ausgelastet, zum Beispiel dem Einfangen von gefährlichen Hunden.

„Gassibeutel“ richtig entsorgen

Zu einem besonderen Problem werden die „Gassibeutel“ aus Plastik. Eigentlich wunderbar, wenn sie ordnungsgemäß entsorgt werden. Allein in Hamburg haben die Besitzer der rund 76.000 Hunde im vergangenen Jahr über 25 Millionen Gassibeutel verbraucht. Ein großes Umweltproblem, denn der Plastikmüll zersetzt sich über Jahre nicht. Die Stadt setzt auf das Verständnis der Bürger, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. „Weder die Stadtreinigung noch der Bezirk haben den Müll dahin gelegt. Wir versuchen alles, die Parks so sauber wie möglich zu halten“, sagt Sorina Weiland. (je)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige