Hamburg: Knopfsuche unter Tage

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Renate Rassmussen von der Hochbahn zeigt den Teilnehmern der Sonderfahrt den Umgang mit der Notrufsäule. Im Ernstfall sollte man keine Scheu vor ihrer Benutzung haben Fotos: Grell

Sicherheitsaktion für Senioren in der Hamburger U-Bahn

Hamburg. Regelmäßig veranstaltet die Volkshochschule in Billstedt zusammen mit den Stadtteilpolizisten Andras Hein und Lutz Harris einen Sicherheitstag für Senioren. Kooperationspartner für die Aktion ist die Hochbahn. Wer sich unsicher fühlt, allein am Abend in der U-Bahn, beim Warten auf leeren Bahnsteigen oder im Umgang mit Notsituationen, der konnte an diesem Tag viele Informationen erhalten.
Angefangen mit einer Bahnfahrt von Billstedt in die Innenstadt, ging es für die Teilnehmer in die Zentrale der Hochbahn zu Renate Rassmussen, die eine Führung durchs Haus anbot und anschließend zu einer Fahrt im Sonderzug einlud.
„Wo stehen nun aber eigentlich auf dem Bahnsteig die Notrufsäulen“? Kaum einer der Mitfahrer hatte sich darüber bisher Gedanken gemacht.
Früher orange mit einem kleinen Not-Knopf ausgestattet, sind die Säulen heute, hell leuchtend, kaum zu übersehen. „Bloß keine Scheu vor dem Benutzen“, sagt Renate Rassmussen, die weiß, dass gerade ältere Menschen oft Respekt vor dem Drücken eines Nothalteknopfes haben. „Zwei Buttons gibt es hier“, erklärt die Angestellte der Bahn, „der grüne ist für Informationen jeder Art gedacht und der rote für den Notfall“.
Beim Eingang des Notrufes wird die Kamera aktiv und zeichnet den Hilfesuchenden ab diesem Moment auf. Kommt es zu bedrohlichen Situationen kann dann sofort Hilfe geschickt werden. Die Teilnehmer des Volkshochschulkurses machen den Test: „Hallo, ich stehe hier allein am Bahnhof und habe Angst“. Sofort meldet sich die Mitarbeiterin aus der Sprechanlage, beruhigt den Betroffenen und bespricht die weiteren Schritte. Wilfried Eggert fühlt sich sicher. „Ob ich im Ernstfall aber auch die Notbremse ziehen würde, weiß ich nicht“, sagt der Rentner.
Gerda Fittkau ist zur Sicherheitseinweisung gekommen, weil sie als ehrenamtliche Mentorin oft mit Kindern zu Veranstaltungen unterwegs ist. „Ich möchte vorbereitet sein, falls es einen Zwischenfall auf dem Bahnsteig geben sollte.“ Nach diesem Ausflug ins U-Bahnnetz fühlten sich alle Teilnehmer ein ganzes Stück sicherer.
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