Hamburg: Kusseln unerwünscht...

Anzeige
THW und NABU fuhren gemeinsam mit den Schlauchbooten zur Insel im Öjendorfer SeeFotos: güb

THW und NABU befreien Nistplätze von Gehölz

Hamburg. Hartmut Machau, Vorsitzender der NABU Gruppe Öjendorf, wirkte sichtlich zufrieden: „Wenn ich ein Fazit unserer Entkusselungsaktion auf der nördlichen Insel im Öjendorfer See ziehen soll, dann kann ich nur sagen, es hat alles wunderbar geklappt. Wir haben wieder viel Platz zum Nisten für die Vögel geschaffen.“
Er hatte mit drei Mitgliedern seiner Gruppe und einer starken Mannschaft des Technischen Hilfswerks Hamburg Mitte (THW) am vergangenen Sonnabend mit zwei Schlauchbooten die Insel im Öjendorfer See angesteuert und dort mit dem Entkusseln begonnen. Mit diesem Begriff wird in der Landschaftspflege die Beseitigung junger Gehölze, sogenannte Kusseln, bezeichnet. Die Männer des THW hatten für die Arbeiten vorher viel technisches Gerät ins Schlauchboot geladen. Sie schaffen damit für die Vögel bessere Rast- und Brutmöglichkeiten.
Der Öjendorfer See ist eines der größten sogenannten Feuchtgebiete Hamburgs. Vom Reiher bis Zwergtaucher reicht die Palette der Vogelwelt am Öjendorfer See. „Unsere Gruppe besteht schon seit 1974. Die ehrenamtlichen Mitglieder bemühen sich darum, im Stadtgebiet so viel Natur wie möglich zu erhalten. So betreuen wir auch die Vogelschutzzone im Nordteil des Öjendorfer Sees“, erklärte Hartmut Machau.
Das Bezirksamt Hamburg-Mitte unterstützt die Arbeiten des NABU Öjendorf intensiv. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Vogelwelt am Öjendorfer See optimale Bedingungen vorfindet. Wir erteilen auch die Genehmigung, damit das THW mit Schlauchbooten und Außenbordmotor über den See fahren dürfen und damit NABU und THW ihre Arbeiten für die Vogelwelt durchführen können“, sagte Maren Jonseck-Ohrt vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes Naturschutz. Sie war jetzt mit vor Ort am Öjendorfer See. Und Jürgen Hars, Gruppenführer beim THW, war auch gerne mit dabei: „Das THW war auch in diesem Jahr wieder gern bereit, dem NABU zur Seite zu stehen. Im Rahmen unserer Wassergefahrenübung proben wir dabei den Einsatz von Booten und Material“. (güb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige