Hamburg: „Mümmel ist Zukunft“

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Initiator Nicolas Schroeder (li.) und Filmemacher Matthias Vogel vor dem mobilen Fotoautomaten Foto: Sichting
 
Auch der Leiter des Fachamts für Stadt- und Landschaftsplanung, Michael Mathe, beteiligte sich mit Anne Simon am Mümmelmannsberger Filmprojekt

Kurzfilm „From Mümmel with Love“ zeigt liebenswerten Stadtteil

Hamburg. 30 Stunden Rohmaterial, 250 Fotos und vier Drehtage. Mümmelmannsberg hat einen eigenen Film. „From Mümmel with Love“ heißt das herzliche Stück der Hamburger Filmemacher Matthias Vogel und Martin D’Costa über den liebenswerten Stadtteil im Osten Hamburgs. Etwa 500 Bewohner beteiligten sich an dem elf minütigen Kurzfilm. Sie hatten während der Drehtage Gelegenheit, Botschaften zum Stadtteil zu verfassen und sich damit in einem Fotoautomaten fotografieren zu lassen.

„Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, einen Beitrag zu leisten, der für alle Veranstaltungen in Mümmelmannsberg genutzt werden kann. Daraufhin haben wir den mobilen Fotoautomaten gemietet und ihn beim Freundschafts- und beim Stadtteilfest sowie an zwei weiteren Tagen im Stadtteil aufgestellt. Wir haben die freiwilligen Hauptdarsteller während der Dreharbeiten in ein Gespräch verwickelt und gefragt, was sie von ihrer Heimat halten und was sie der Welt gerne von ihrem Stadtteil oder ihrem Leben hier erzählen möchten. Das ganze wurde filmisch eingefangen. Dabei zeigen wir die Menschen so, wie sie sind. Es ist nichts inszeniert“, weiß Initiator Nicolas Schroeder von ProQuartier. Authentizität ist das Stichwort des Kurzfilms. Die Hauptdarsteller werden gezeigt, wie sie sich in einem 1,30 Meter mal 1,30 Meter großen Filmautomaten, einem Piaggio Vespacar P2 (Baujahr 1989), mit selbstgestalteten Sprechblasenbotschaften fotografieren lassen. „Mümmelmannsberg ist der beste Stadtteil Hamburgs“, „Freundschaft heißt Zusammenhalt hier in Mümmel“ oder „Mümmelmannsberg ist Vielfalt und Zukunft“. Die Botschaften sind klar.

Im Film kommen nette, aufgeweckte Menschen zu Wort, die gerne in Mümmelmannsberg leben und viel von ihrem Stadtteil halten. Der Lohn für ihre Mühe war ein individuelles und kostenfreies Foto als Erinnerung zum Mitnehmen. „Es geht im Wesentlichen darum, sich mit dem positiven Selbstbild des Stadtteils auseinanderzusetzen und das nach außen zu tragen“, so Schroeder. Und das ist gelungen. Nach den elf Filmminuten hat man Lust auf Mümmelmannsberg.
„Man hätte auch eine eigene Reihe allein mit Mümmelmannsbergern und ihren Hunden machen können. Wir hatten bestimmt zehn verschiedene Hunde mit Herrchen oder Frauchen im Fotoautomaten“, erinnert sich Filmemacher Matthias Vogel gern an das Projekt zurück. „Ich finde den Film toll. Premiere feierte das Stück bei den Kunst- und Kulturtagen. Da sind wir auf durchgehend positive Resonanz gestoßen. Selbst der Bezirksamtsleiter Andy Grote war begeistert und sagte, dass wir den Film überall zeigen sollen. Man kann an dieser Stelle schon Mal verraten, dass der Film Ende des Jahres bei Hamburg 1 laufen wird. Da bekommt er die Öffentlichkeit, die er verdient. Ich bin nach jedem Mal am Ende des Films ein bisschen gerührt“, verrät Schroeder.

Film online abrufbar

Wer nicht mehr so lange warten möchte: Im Rahmen des Strategie-Workshops zur Zukunft von Billstedt und Horn am 28. und 29. November im Kurt-Körber-Gymnasium wird der Kurzfilm den Teilnehmern nochmal gezeigt. Alle Interessierten können sich den Kurzfilm am Freitag gegen 19.20 Uhr kostenlos in der Schule im Pergamentweg 1 anschauen. Wer keine Zeit hat, kann den Film auch online auf www.muemmelmannsberg-stadtteil.de anschauen und ein Gefühl für den Stadtteil und seine sympathischen Bewohner bekommen. (ms)
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1 Kommentar
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Erich Heeder aus Billstedt | 29.11.2014 | 13:06  
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