Hamburg: Team Scholz für Olympia

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Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz (r.) kam mit seiner gesamten Regierungsmannschaft in die Europa-Passage. Nicht im Bild zu sehen: Finanzsenator Tschentscher

Senat unterstützt Aktion für Hamburgs Bewerbung in der Europapassage

Von Malte Betz
Hamburg. Wenn man sagt, dass Politiker an ihren Sitzen kleben, ist das meist eine unerfreuliche Sache und wenig schmeichelhaft für die Amtsträger. In diesem Fall ist es jedoch eine gute – zumindest wenn man befürwortet, dass die Olympischen Spiele 2024 in Hamburg stattfinden sollen.
Kurz vor Beginn der Haushaltsberatungen kam der gesamte Senat in die Europapassage, um dort im Kleinen Werbung für die großen Spiele zu machen. Im Miniatur-Olympiastadion, das dort seit wenigen Tagen steht, platzierte jedes Mitglied der Hamburger Regierung jeweils ein knapp 20 Millimeter großes Ebenbild von sich auf der Tribüne. Mit Sekundenkleber wurden die Figuren unverrückbar auf den Bänken mit den fünf olympischen Ringen fixiert – zwischen rund 28.000 anderen Zuschauern, die bereits Platz genommen haben.

Die Idee zur Aktion hatten die Macher des berühmten Miniaturwunderlands, die Zwillingsbrüder Gerrit und Frederik Braun. Die 47-Jährigen (hatten am Sonntag davor Geburtstag) sind selbst begeisterte Anhänger einer Bewerbung der Hansestadt für die Spiele. Jede Figur soll Symbol für die Unterstützung eines Hamburgers sein, sich für die Austragung der Mega-Spiele zu bewerben.Ihre Aktion mit dem drei Meter messenden Stadionrund kommt gut an. „Das Stadion füllt sich schneller als gedacht. Wir werden noch einen Rang anbauen“, sagen die Brauns. Zum Jahreswechsel sollen maximal 75.000 Figuren im Stadion Platz finden.
Unterstützern stehen über 100 verschiedene Figurentypen zur Verfügung. Für den Senat wurden individuelle Modelle angefertigt und der jeweils drei Millimeter große Kopf nachempfunden. Ihre großen Vorbilder platzierten die Püppchen geschlossen in einer Tribünenreihe, inmitten der Ringe. Wer genau hinguckt, erkennt den einen oder anderen Politiker in der Miniatur-Ausgabe wieder: Jutta Blankau (Stadtentwicklung und Umwelt) ist an ihrem Hosenanzug gut auszumachen.

Ties Rabes Figur (Schule, rote Krawatte und reduzierte Haarpracht) und seine Nachbarin im blauen Kostüm und blonder Mähne, Jana Schiedek (Justiz), betrachten die Spiele höflich zurückhaltend. Hingegen wurden den Senatoren Michael Neumann (Sport) und Peter Tschentscher (Finanzen, noch weniger Haare) deutlich mehr emotionale Begeisterung eingehaucht: Sie gestikulieren wild mit den Armen. Bürgermeister Olaf Scholz war vom Tribünenausblick sichtlich begeistert. „Das fühlt sich schon an, als guckte ich zu.“
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2 Kommentare
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Erich Heeder aus Billstedt | 24.12.2014 | 08:28  
26
Anne Weißnich aus Barmbek | 24.12.2014 | 15:16  
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