Hamburg: Tür-Lotto in der Linie M27

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Auf der Metrobuslinie 27 werden seit einem Jahr längere Gelenkbusse eingesetzt. An der Haltestelle „Schiffbeker Höhe“ ist eine der drei Türen immer blockiert Fotos: mdt

Linden stellen Hochbahn und Fahrgäste vor ungewöhnliche Probleme

Von Marco Dittmer-Thielcke
Hamburg. Die Kombination aus einer Bushaltestelle und drei Linden sorgt in Billstedt für Kopfschütteln und Kopfzerbrechen.
Das Ein- und Aussteigen gleicht an der Station „Schiffbeker Höhe“ einem Glücksspiel. Drei Linden nahe der Busbucht Richtung Jenfeld blockieren bei jedem Halt mindestens eine von drei Türen. Jeder Fahrgast hat also eine Chance von immerhin zwei zu drei, um am gewünschten Haltepunkt auszusteigen. Zieht er die Niete – und steht vor der falschen Tür – bricht in den Linienbussen nicht selten Hektik aus. Denn Fahrgäste, die es nicht in wenigen Sekunden zur nächsten freien Tür schaffen, müssen an der nächsten Haltestelle aussteigen und die 450 Meter zu Fuß zurückgehen.

Bei der Hochbahn hingegen zerbrechen sich die Verkehrsplaner seit Monaten die Köpfe. Das Problem ist bekannt. „Es tritt auf, seit die Linie 27 zum letzten Fahrplanwechsel auf den Gelenkbuseinsatz umgestellt wurde“, sagt Christoph Kreienbaum, Sprecher der Hamburger Hochbahn. Doch die „Komplexität der örtlichen Rahmenbedingungen“, sei laut Kreienbaum so hoch, dass es wohl noch ein Jahr dauern wird bis Fahrgäste an der „Schiffbeker Höhe“ sorgenfrei aussteigen können. Bis dahin soll eine neue Haltestelle an der Kreuzung entstehen. Die Bäume umzupflanzen, geht auch nicht, das hat der Bezirk den Verkehrsbetrieben verboten.
Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember geht das Glücksspiel in Billstedt in eine neue Runde. Zwei aus drei heißt es wohl auch noch nächstes Jahr alle zehn Minuten an der „Schiffbeker Höhe“.
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