Hamburger Flüchtlingspolitik in der Diskussion

Anzeige
Lothar Knolde, Grüne Hamburg, und Johannes Kahrs, SPD, stellen sich den Fragen der 9a+b der Stadtteilschule Hamburg-Mitte. Fotos: mt

Schüler eines Projektes aus Hamburg-Mitte diskutierten mit Politikern

Hamburg. Kaltrina (15) hält Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter der SPD, das Mikrofon vor die Nase und fragt nochmal genau nach: „Wieso ist das so schwer, neue Unterkünfte zu finden?“, „Was tun Sie, um die Lage der Flüchtlinge in Hamburg zu verbessern?“ und „Wieso dürfen Asylbewerber eigentlich nicht arbeiten?“
Rund 60 Schüler warten gespannt auf die Antworten von Kahrs und Lothar Knode, Bürgerschaftsabgeordneter der Grünen in Hamburg, Antworten auf Fragen die sie brennend interessieren und mit denen sie sich in den vergangenen acht Monaten befasst haben. Die Schüler der Stadtteilschule Mitte sind Kiezhelden, einem vom FC St. Pauli unterstützten Projekt in dem Hamburger ihren Stadtteil besser kennenlernen und mitgestalten sollen. Zusammen mit ihrem „Fellow“ Taymaz Sultani (32), so werden die Lehrer des Projektes genannt, wollen sie mitreden, bei einem der umstrittensten Themen in Hamburg, der Flüchtlingspolitik. Auch Kaltrina und ihre Mitschüler haben den Zustrom von Asylbewerbern nach Hamburg und den Rummel um sie miterlebt. „Wir wollten wissen, was hinter den Demonstrationen und Plakaten abläuft“, sagt die 15-Jährige. Die Gruppe interviewte dafür einen Flüchtling der Lampedusa-Gruppe und diskutierte mit Fellow Sultani über die Flüchtlingspolitik von Hamburg bis zur EU. Nun moderiert Kaltrina die Abschlussveranstaltung vor zwei Schulklassen, steht zwei erfahrenen Politikern gegenüber und erwartet von ihnen klare Antworten, eine schwere Aufgabe. Denn Kahrs und Knodes Antworten sind zwar verständlich aber oft zu lang. Auf die Frage der Unterkünfte antwortet Kahrs: „Es ist sogar sehr schwer Unterkünfte für Asylbewerber zu finden. Interessen der Anwohner spielen dabei eine große Rolle.“ Die Kiezhelden aus Hamburg-Mitte wollen der Politik auch in Zukunft genau auf die Finger schauen. (mt)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige