Hamburger Naturfreunde packen an

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Gerald Meißner hält Steinfurths Diek am Mümmelmannsberg sauber

Von Karen Grell
Hamburg. Der Freund aller Frösche in der „Steinfurths Diek“ am Mümmelmannsberg heißt Gerald Meißner. Seit seiner Kindheit, die er im Stadtteil verbrachte, kümmert sich der heutige Sachbearbeiter um die Natur vor seiner Haustür. „Das Quartier hier hat nie einen besonders guten Ruf genossen“, erinnert sich der Naturfreund, der jetzt seit zehn Jahren am Großensee wohnt, aber immer wieder gern zum Mümmelmannsberg zurückkehrt. Mit der Renaturierung einer Senke als Laichplatz für Frösche zusammen mit dem Biologen Torben Piel, hat Meißner jetzt eine von vielen Maßnahmen am Ort verwirklicht. Die kleine Senke im Park, in der sich über das Jahr hinweg Wasser gesammelt hat, wurde an diesem Morgen vom Laub befreit und die Weiden rundherum zurückgeschnitten. Dadurch erhalte der entstandene Tümpel im Park am Ende der Siedlung wieder Sonne und der Froschlaich könne sich im nächsten Jahr bestens entwickeln, erklärt der Hobby-Biologe. Unterstützt wird die Aktion von „ProQuartier“, in diesem Fall mit 200 Euro. Schon im Jahr 2000 hatte Gerald Meißner den Tümpel zum ersten Mal saniert und dafür auch gleich den „Hanse Umweltpreis“ erhalten.

Anwohner motivieren

„Ich würde mich freuen, auch andere Anwohner motivieren zu können und sich für das Grün vor der eigenen Haustür ehrenamtlich zu engagieren.“ Gern bietet Meißner deshalb auch Führungen durch das Gelände an und würde Jugendlichen und Familien die Möglichkeit geben, in der Freizeit mitzuhelfen, wenn es um kleine Aktionen vor Ort geht. Müll hat der freiwillige Helfer der Natur beim Aufräumen am Tümpel übrigens kaum gefunden.

Stadtteil relativ sauber

„Der Stadtteil ist viel sauberer als manch anderer“, schwärmt der Gerald Meißner, der sein Know-how auch über den Verein „Gesellschaft für Ökologische Planungen“ bekommt. Neben der aktuellen Maßnahme in der Senke hat Meißner in den vergangenen Jahren mitgeholfen eine Streuobstwiese zu gestalten und Nistkästen aufzustellen. „Zu tun gibt es immer etwas“.
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