Hamburger „Rolli-Allianz“ für Kinder startet

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Wurde Schirmherrin der „Rolli-Allianz“: Ingrid Körner, ehrenamtliche Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen Foto: wb

Schüler mit und ohne Handicap sollen künftig gemeinsam Sport machen und so Hemmschwellen überwinden

Hamburg An Hamburger Schulen sollen körperlich behinderte Kinder und Jugendliche künftig gemeinsam mit Altersgenossen ohne Handicap Sport treiben: in gemeinsamen Probekursen für Rollstuhlsportarten. Sechs Partner aus Politik, Wirtschaft und Sport gründeten am vergangenen Donnerstag das Projekt „Rolli-Allianz“. Zu Gast waren sie im Haus der Allianz am Kapstadtring. Drei Jahre soll die Kooperation, die Mitte März startet, zunächst laufen.

Hemmschwellen überwinden

Ingrid Körner eröffnete das Treffen als Schirmherrin der Rolli-Allianz. „Auch ich setzte mich als Fußgängerin in einen Rollstuhl, um zu erfahren, wie sich das anfühlt“, sagte die ehrenamtlich tätige Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen. Die Fortbewegung im Rolli erfordere großes Geschick. Wenn Schulkinder mit und ohne Handicap sich im Rollstuhl begegnen, sei die Neugier schnell geweckt. „Beim gemeinsamen Sport bauen sie Unsicherheiten ab und überwinden Hemmschwellen“, so Ingrid Körner. Peter Richarz vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) kann das bestätigen. Im Alltag biete der Rollstuhl so manche Herausforderung, im Sport aber tauge er als „fantastisches Bewegungsgerät“.

Schulprojekte in Rollstühlen

Schon seit zehn Jahren bietet der DRS Schulprojekte in Rollstühlen an. Dabei staunen Schüler nicht nur ob der Fitness und Mobilität von Rolli-Sportlern, sie erfahren auch praktisch, mit welcher Geschicklichkeit sie sich etwa beim Basketball – sitzend und rollend – ins Zeug legen müssen. Dass Rollstühle eben auch „faszinierende Sportgeräte“ sein können, darin sind sich die Projektpartner der Rolli-Allianz einig: Dr. Thilo von Trott von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Ralph Lehnert vom Hamburger Sportbund (HSB) ebenso wie Thomas Fromm vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg. Conceição Feist von der Stiftung „Allianz für Kinder“ sowie Dr. Markus Nitsche vom Verein „Allianz für die Jugend“ sind ebenfalls mit von der Partie. (wh)

Kontakt für Schulen: Tanja Sieck, Telefon 73 06-19 91 oder t.sieck@bgk-hamburg.de
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