Hamburgs kleine Künstler ganz groß

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Nachwuchs-Künstler eines Kurses der gemeinnützigen LichtwarkSchule in Bramfeld. Die Kleinen arbeiten zum Thema „Wer bin ich?“. Einmal in der Woche besuchen die Kinder der Vorschule den Kunstkursus der „Farbmäuse“ Foto: wb
Hamburg: Max-Brauer-Allee 24 |

LichtwarkSchule fördert künstlerische Talente in acht Stadtteilen

Von Thomas Oldach
Hamburg
„Kunst kommt von Können“ – dieser Spruch ist ein Aphorismus aus dem Munde des Philologen Friedrich Wilhelm Nietzsche. Doch damit die Kunst-Könner von morgen auch eine solide Anleitung bekommen, engagieren sich die Aktiven der LichtwarkSchule für die Talente unter den Jugendlichen und Kindern in Hamburg. Gerade jetzt, kurz nach dem Start des neuen Schuljahres werden die nächsten Könner von morgen gefördert.

Kinder aus sozialen Brennpunkten

Dabei ist die LichtwarkSchule eine reine Kunstschule. Dort stehen künstlerische Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Förderung von Mut und Problemlösungskompetenz im Vordergrund. Seit die LichtwarkSchule 2008 von Franziska Neubecker gegründet wurde, hat sie mit ihren Kunstkursen mehr als 1.800 Kinder und Jugendliche in Hamburg erreicht, vor allem in Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten. Dafür sind Künstler, Ehrenamtliche sowie das Team der Schule im Einsatz – unter anderem in Langenhorn, Lurup, Steilshoop und Bramfeld. Neubecker wurde jüngst im Hamburger Rathaus mit der „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ ausgezeichnet.

Selbstwertgefühl, Mut, Konzentration steigern

Die Schule ist benannt nach dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark. Die Kinder werden ein Schuljahr lang von freischaffenden, bildenden Künstlern außerschulisch zwei Stunden wöchentlich in acht Hamburger Stadtteilen unterrichtet. Dass das Konzept äußerst erfolgreich ist, wurde inzwischen auch durch ein Gutachten der Hamburger Universität bestätigt. Danach sind Selbstwertgefühl, Mut, Konzentration und kulturelle Akzeptanz der geförderten Kinder deutlich gestiegen. Die LichtwarkSchule bereitet Kinder auch auf kreative Prozesse in einer veränderten Arbeitswelt vor, in der Vieldeutigkeit zur Innovationsquelle wird. Es entsteht bei den Kindern eine Offenheit für das Neue und sie werden durch die Kurse befähigt, das Neue zu gestalten. Das Lichtwark-Team ist deshalb auf Suche nach Investoren, die diese Vision und den Denkansatz teilen.

Ehrenamtliche gesucht

Im Rahmen der Konferenz „art & business“ am 2. November werden vor diesem Hintergrund rund 100 Teilnehmer erwartet, wie Personaler, Unternehmer, Angestellte. Kann Kunst die Arbeitswelt grundlegend verändern? Sind künstlerisches oder nicht-lineares Denken und Handeln die Antwort auf die komplexen Anforderungen der Arbeitswelt von morgen? Aktuell beschäftigt die „Lichtwarker“ ein weiteres Thema: Das Team des Vereins sucht zum Schulstart neue Ehrenamtliche, die seine Arbeit in den Stadtteilen Bramfeld und Steilshoop unterstützen. Zentrale Aufgaben dabei sind die Mithilfe im Kurs, insbesondere Ansprache der Kinder und organisatorische Unterstützung des Künstlers, Hilfe bei der Vorbereitung von ein bis zwei Ausstellungen, Begleitung von Museumsbesuchen sowie die Mitwirkung beim jährlichen Kinderfest der LichtwarkSchule.

Bewerbung für Talentschmiede

Und: Es gibt wieder Stipendien für zwölf kreative Schüler der 7. bis 9. Klassen mit einem Kursus an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Im Kunstunterricht der Schulen erworbene Grundlagen in Malerei, Zeichnung und Skulptur werden dabei erweitert. Einsendeschluss für Bilder zum Thema „Selbstdarstellung“ ist der 30. September.

Weitere Infos: Lichtwark-Schule, Max-Brauer-Allee 24, 22765 Hamburg, Tel. 611 999 62, Mail info@lichtwarkschule.de
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