Hamburgs längster Park kommt

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Jamie Lee und Lea haben die Idee zu einem Dance and Spray Platz für Jugendliche eingebracht Foto: Grell

Die Top fünf für den Grünzug Horner Geest stehen fest. Noch in diesem Jahr soll es losgehen

Von Karen Grell
Hamm/Horn
In Hamburg entsteht mit der Horner Geest der längste Grünzug quer durch die Stadt, der vom Hauptbahnhof bis zum Öjendorfer Park verlaufen wird. Zusammen mit den Bürgern aus den Stadtteilen wurden in den vergangenen Monaten Projekte entwickelt, von denen die 25 interessantesten in die engere Auswahl kamen– nun stehen die fünf besten fest (das Wochenblatt berichtete).

1.600 Hamburger stimmten ab

Eine Million Euro stehen für die Umsetzung dieser fünf Konzepte zur Verfügung. 1.600 Hamburger stimmten darüber ab, welche der vielen Vorschläge ihnen am meisten gefallen hatten und nun in ihren Stadtteilen verwirklicht werden sollen. Die Auswahl der kreativen Ideen war riesengroß und somit fiel auch die Abstimmung nicht leicht. „Wir haben lange und heiß diskutiert“, berichtete Stadtplaner und Jury-Mitglied Michael Koch noch vor der Urteilsverkündung. Bürger und Jury-Votum ergaben dann, dass die „Geestschaukel“ die meisten Stimmen erhalten sollte, gefolgt von dem Projekt Spielplatz „Aktive Thörls Park“, dem Kletterspielplatz „Kletteroit“, dem Urban Gardening Projekt „Grüne Faden“ und die City Farming-Idee „Horner Paradies“. Sogar für zwei weitere Projekte soll die Million reichen: ein Kultur-Markt vor der Horner Freiheit sowie dem Hammer Turm, der für beste Aussicht über den Stadtteil sorgen soll. Der Gewinner, die Geestschaukel, soll 40 Meter lang werden und das ganze Viertel zum Mitschaukeln anregen.

Einmaliges Konzept

Bundesweit sei die Horner Geest das erste Konzept für eine Mitgestaltung in der Stadt, bei der die Bürger in so intensiver Weise mit einbezogen wurden, bestätigte Umweltsenator Jens Kerstan. Die große positive Resonanz habe dann auch gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit mit den Bürgern und den Fachkräften funktionieren kann. Auch Schüler der Wichernschule in Horn waren dabei, und das Konzept „Spray und Dance“ von Jamie-Lee Weber (14) und Lea Nick (14) hat es sogar auf Platz elf geschafft. „Wir wollen uns für einen Raum im Viertel stark machen, wo für Jugendliche Platz zum Chillen bleibt, aber auch die Möglichkeit besteht, legal zu sprayen“. Elke Kuhlwilm, die nahe dem Park im Hamm wohnt, will sich ebenfalls für Familien und Kids im Stadtteil einsetzten und hat die Umgestaltung des Spielplatzes im Thörls Park vorgeschlagen. Mehr Klettermöglichkeiten und Bänke und Tische für die Eltern waren ihre Idee, die nun auf Platz zwei gelandet ist. „Noch in diesem Jahr soll es mit den ersten Spatenstichen losgehen“, versprach Jens Kerstan.

Infos zum Projekt: www.deinegeest.hamburg

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