Hammer Park im schlechten Zustand

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Wer zurzeit im Hammer Park spazieren geht, findet eine eher herbe Idylle vor Foto: fbt

Budget für Grünanlagenpflege reicht nicht – Aufgaben bleiben liegen

Von Frank Berno Timm
Hamm
Die Diskussionen im Regionalausschuss um den Pflegezustand im Hammer Park (das Wochenblatt berichtete) führten jetzt einen der zuständigen Mitarbeiter aus dem Fachamt in das Gremium. Sein Bericht zeigte deutlich: Das Geld reicht nicht aus, um Grünanlagen und Spielplätze im ganzen Bezirk instand zu halten. Im Bezirksamt hofft man auf eine Entlastung durch die Stadtreinigung. Friedo Hauff vom Amt für Management Öffentlichen Raums im Bezirk Mitte wird deutlich. Die Grünanlagen, sagt er im letzten Hammer Regionalausschuss, seien „nicht immer in dem Zustand, den wir uns wünschen“. Es fehle weniger an investiven, dafür aber an Unterhaltungsmitteln und personellen Reserven. Für die Spielplätze gebe es einen Euro je Quadratmeter und Jahr, für Grünanlagen 10 bis 15 Cent, „das ist kein wirklich auskömmlicher Betrag“. Im Fachamt hofft man, dass die Verlagerung der Müllentsorgung zur Stadtreinigung Entlastung bringe, ob aus der Erhebung des so genannten Naturcents etwas herauskomme, sei noch unklar. Fördermittel zu erhalten sei mit langwierigen Dokumentationsarbeiten verbunden. Hauff fürchte zudem, dass das Geld investiert worden sei, werde überhaupt nicht wahrgenommen. Im Hammer Park gibt es einen Pflege- und Entwicklungsplan (wegen des Denkmalschutzes), seit 2009 seien diverse Maßnahmen umgesetzt worden, es seien aber „viele Bereiche über, die noch gemacht werden müssen“. Ein grundsätzliches Problem ist der Teich, der viel zu flach ist. Hauff betonte, solange Besucher nicht aufhörten, die Wasservögel zu füttern, werde es sich auch nicht ändern. Michael Osterburg (Grüne) sagte, es sei wichtig, dass nach der Verlagerung der Müllabfuhr zur Stadtreinigung und mit dem Naturcent die Summen für die Parks nicht kleiner, sondern größer würden. Die Frage, wie hoch der Instandhaltungsstau ist und wieviel Personal fehlt, wollte Hauff nicht beziffern. Die Anregung, für die Pflege des Teichs einen Kontakt mit dem Naturschutzbund (NABU) herzustellen, quittierte Hauff doch eher allgemein.

Bezirk bestätigt Mangel


Nach Auskunft von Sorina Weiland, Sprecherin im Bezirksamt, gibt es für die Grünanlagen ein Budget von 2,6 Millionen Euro, für die Unterhaltung stehen 1,2 Millionen Euro bereit. Insgesamt reicht es „im Prinzip eher nicht“, so Weiland, die Verlegung der Müllentsorgung „würde eine Entlastung bedeuten“.

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1 Kommentar
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Philipp Anz aus Rothenburgsort | 15.11.2016 | 15:08  
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