Heißlaufen und abkühlen

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Foto: hfr

Teil 5: Freizeit im Hammer Park

Hamm. Den Hammer Park hätte es kaum in dieser Form gegeben, wenn nicht der Genfer Kaufmann Jacques de Chapeaurouge 1773 dort einige Ländereien erworben hätte. Nach seinem Tod erweiterte der geschickt eingeheiratete Senatssyndikus Karl Sieveking den Besitz Hektar um Hektar. Als seine Nachfahren vor dem
1. Weltkrieg einen Großteil ihrer Hammer Besitzungen an die Stadt verkauften, war die Metamorphose Hamms vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zum industriell orientierten Arbeiterwohngebiet bereits in vollem Gang.
Rund um das ehemalige Sievekingsche Herrenhaus entstand in den 20er-Jahren jener Hammer Park, wie wir ihn kennen: mit Wiesen und Gärten, mit Plantschbecken und Kinderspielplatz, mit einem Sportstadion, später mit Freiluftschach und Minigolf.
Frischluft und saftiges Grün im Hammer Park sind kosten- und damit praktisch konkurrenzlos. Generationen von Hammern haben sich hier erholt und entspannt und weitere Generationen werden das in Zukunft tun. Der Sport in Hamm versteht sich eher als Breitensport. Leer bleibt das Stadion im Hammer Park aber nie lange, es ist längst zur sportlichen Heimat von Hamm United geworden. Der Deutschen liebstes Kind, der Fußball, spielte in Hamm trotz der Osterbrooker vom SC Hamm 02 nie die erste Geige, und auch die selbsternannten „Geächteten“ von Hamm United sind eigentlich „Zugereiste“: emigrierte St. Georger. Thomas Haas, der beste deutsche Tennisspieler der letzten Jahre, lernte Tennispielen in Winterhude, im Stadtpark, beim THC Hamm Horn.
In der nächsten Ausgabe lesen Sie den sechsten Teil der Geschichte(n) aus dem Stadtteilarchiv Hamm: Es brummt und brummte – Wirtschaft, Gewerbe und Verkehr. (hfr)
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