Herz As: Hilfe für Wohnungslose

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Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Sozialstation HerzAs nutzte ein Verkäufer von Hinz und Kunzt- Magazinen, um ein Paar seiner Exemplare loszuwerden. Foto: mt

Sozialstation an der Norderstraße feierte 30-jähriges Jubiläum

Von Marco Thielke
Hammerbrook. Wohnraum, eine warme Mahlzeit, ein geregeltes Einkommen: Für die meisten Hamburger ist das Alltag. Doch es gibt Menschen für die sind dies Sehnsuchtsbegriffe.
Seit 30 Jahren bietet die Sozialstation „Herz As“ diesen Bedürftigen Hilfe und Hoffnung an. „Neben den Grundbedürfnissen wie duschen, einer warmen Mahlzeit oder der Kleiderausgabe bieten wir unseren Gästen eine Postadresse und Hilfe beim Umgang mit Behörden an. Wir helfen auch bei der Suche nach Arbeit“, fasst Timo, freiwilliger Mitarbeiter von „Herz As“, die wichtigsten Aufgaben zusammen.
Als 1981 die Zahl der Wohnungslosen in Hamburg anstieg, suchten Mitarbeiter der Kirche und der Bahnhofsmission eine Alternative zur Übernachtungsstelle „Pik As“ um die Grundbedürfnisse von Wohnungslosen Menschen auch tagsüber zu decken.
Erster Anlaufpunkt war ein leerstehender Pavillon, gestiftet von der Axel Springer AG, auf einem nicht genutzten Grundstück der Stadt in der Wetkenstraße. Fünf Jahre später ging es dann in die Norderstraße, im Münzviertel in der das „Herz As“ seit 2004 in einem Neubau untergebracht ist.
Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) feierte das Jubiläum mit 180 geladenen Gästen aus dem Münzviertel und der Politik und bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Sozialstation.
Die Anforderungen haben sich vor allem in den vergangenen Jahren verändert. „Früher war es der Hafenarbeiter, der zu uns kam, jetzt haben wir es mit ganz anderem Klientel zu tun“, beschreibt Ulrich Hermanns, Geschäftsführer von Herz As Hamburg gGbh die veränderten Aufgaben der Sozialeinrichtung.
Insbesondere Menschen aus dem osteuropäischen Raum scheitern bei der Suche nach Arbeit in Hamburg. „Es gibt in Hamburg nur noch wenig Arbeit für geringqualifizierte“, so Scheele.
In Zusammenarbeit mit den zuständigen Konsulaten wurden in der Vergangenheit rund 400 Betroffene in ihre Heimatländer zurückgeführt.
„Die Eingliederungschancen und Perspektiven seien in den Herkunftsländern meist besser“, begründet Sozialsenator Scheele die Maßnahme.
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