Hier in Hamburg hat Helfen „Methode“

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Hinter den Kulissen der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Hamm

Hamburg. Dort, wo sich die Carl-Petersen-Straße und der Sievekingdamm kreuzen, fallen einem die Holzschäfchen auf, die sich vor der Evangelisch-Methodistischen Kirche tummeln. Sie sind ein Zeichen dafür, dass man hier umfangreiche Gemeindearbeit mit seinen „Schäfchen“ betreibt. Die Gemeinde hat etwa 120 feste Mitglieder. Mit Kindern und Freunden kommt man auf etwa 300 Menschen in Hamm und den umliegenden Stadtteilen, die zum Gemeindekreis zählen.
Im Jahre 2010 erfolgte der Umbau der Christuskirche Hamm, der unter Auflagen des Denkmalschutzes durchgeführt wurde. Konzeptionell wollte man sich stärker der Nachbarschaft öffnen und dieses durch Baumaßnahmen zeigen – zum Beispiel durch den gläsernen Eingangsbereich und das „Café Ursprung“.

Woher der Begriff „Methodismus“ stammt

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts praktizierte eine Gruppe von englischen Studenten einen sehr eigenen Lebensstil. Statt der damals üblichen studentischen Lässigkeit widmeten sie sich dem Bibelstudium und auch praktischen Diensten an Armen, Kranken und Gefangenen. Aufgrund ihres geregelten Tagesablaufes – ihrer „Methode“ – wurden sie als methodistisch verspottet.
Heute hat der Methodismus weltweit mehr Anhänger als die Lutherische Kirche und ist besonders in Afrika, den USA und den „alten Kolonien“ vertreten.

Durch Gemeindearbeit aktiv in Hamm

Neben Kreativ- und Gesprächsgruppen ist die Kirche mit sozialen Projekten in der Gemeinde aktiv. So wird auch in Hamm eine Lebensmittelausgabe angeboten, die mit der Hamburger Tafel durchgeführt wird. Etwa 60 bis 80 Menschen aus den umliegenden Postleitzahlgebieten nehmen diesen „Service“ jeden Montag wahr. Gleichzeitig werden Kochkurse angeboten, in denen man lernt, auch mit wenig Mitteln „Preiswert, gesund und lecker“ zu kochen.
Eine andere Aktivität ist das „Café Ursprung“, das in Kooperation mit der „Alsterdorfer Assistenz“ betrieben wird. Bei diesem Projekt hilft die Gemeinde Menschen mit Assistenzbedarf, sinnvolle Arbeit zu verrichten, und kann gleichzeitig Kontaktpflege zur Nachbarschaft betreiben.

Was der Pastor sich von den „Hammern“ wünscht

Pastor Karsten W. Mohr wünscht sich von den Bewohnern „seines“ Stadtteils vor allem „mehr Engagement für das Gemeinwohl“. Damit meint er auch die Initiative „ImPuls Mitte“, die sich unter anderem für eine Umgestaltung der Carl-Petersen-Straße zu einer Tempo-30-Zone einsetzt. Eine gute Gelegenheit, auch ohne kirchlichen Hintergrund etwas für seine Nachbarschaft zu tun. (sdo)
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