Hier wird’s laut

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Knotenpunkt Berliner Tor aus der Luft: Die farbig markierten Brücken werden neu gebaut. Schraffiert: die Baustoff- und Montageplätze Bild: FHH

Bahn saniert zwei Brücken am Bahnhof Berliner Tor

Von Bert C. Biehl
St. Georg/Hammerbrook
Am kommenden Sonnabend geht es los: Dann startet ein Brückenbau-Projekt der Deutschen Bahn AG am Bahnhof Berliner Tor. In den kommenden sechs Jahren werden dort zwei Brücken erneuert – das bedeutet weitreichende Auswirkungen auf den Bahnverkehr und auch Baulärm für Anwohner. Das Berliner Tor ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für den Schienenverkehr im Norden. Erste Details zu den Bauarbeiten nannte die Bahn AG am vergangenen Donnerstag.
Erneuert werden müssen eine eingleisige Brücke aus dem Jahr 1903 und eine zweigleisige Überführung von 1916. „Die Bauwerke haben das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht“, erläuterte Projektleiter Michael Miske. Über diese Brücken führen die Verbindungen zwischen Hauptbahnhof und Berlin, Lübeck sowie Kopenhagen. Außerdem sind die S-Bahnen in/aus Richtung Aumühle sowie in/aus Richtung Poppenbüttel/Airport betroffen. Gesamtkosten des Projekts: rund 90 Millionen Euro, die der Bund bezahlt.
Für die Arbeiten werden zwei Montageplätze und Baustofflager eingerichtet. Eines befindet sich im „Jürgen-W.-Scheutzow-Park“ an der Straße „Beim Berliner Tor“. Deren Anwohner werden in den nächsten Jahren mit viel Lkw-Lärm zu rechnen haben. Das zweite befindet sich an der Ecke Spaldingstraße und Bürgerweide.

Drei Bauphasen


„Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt nur außerhalb der Hauptverkehrszeit“, versprach Miske. So werde der Berufsverkehr nicht behindert. Denn: Damit die schweren Lkw ungehindert ein- und ausfahren können, müssen zeitweise Fahrstreifen auf Bürgerweide und Spaldingstraße gesperrt werden.
Die Arbeiten erfolgen in drei Bauphasen. An den Wochenenden 26. bis 28. September, 3. bis 5. Oktober und 10. bis 12. Oktober werden zwei Hilfsbrücken errichtet. Zu diesen Zeiten fällt die S-Bahnlinie 21 zwischen Berliner Tor und Billwerder-Moorfleet aus, Ersatzbusse fahren.
Im November beginnt die Bauphase 2: Der alte Überbau der Strecke Hamburg-Berlin wird abgerissen und neu aufgebaut. Ab 13. Dezember bis Ende 2017 wird im gesamten Baustellenbereich nur noch eingleisig gefahren. Das hat Auswirkungen auf alle Bahnen Richtung Norden. Die S-Bahnlinien 1 und 11 Richtung Poppenbüttel/Airport müssen nahe der Baustelle immer mal wieder gesperrt und durch Busse ersetzt werden. Die Regionalzüge Richtung Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe fahren von Dezember an morgens und abends nicht mehr alle 20, sondern nur noch alle 30 Minuten. Die Sprinterzüge von Lübeck nach Hamburg entfallen ganz.
Nach Abschluss der Brückenbauarbeiten 2021 geht es übrigens am selben Ort weiter: „Dann sanieren wir die Bahnstation Berliner Tor“, kündigte Projektleiter Michael Miske an.
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