Hilfe für Senioren und Menschen in Billstedt

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Barbara Kirsche leitet die SeniorPartner Diakonie in Billstedt Foto: Christa Möller

Besuchsdienst der Diakonie unterstüzt Demenzkranke. Freie Plätze

Von Christa Möller
Billstedt
Ältere Menschen, die sich einsam fühlen, können den Besuchs- und Begleitdienst der Diakonie für Senioren in Billstedt nutzen. 120 Ehrenamtliche sind bei der „SeniorPartner Diakonie“ hamburgweit aktiv. Zuvor haben sie sich im Rahmen einer Ausbildung mit dem eigenen Ehrenamt auseinandergesetzt, näheres über die Situation älterer Menschen erfahren und sich unter anderem mit dem Thema Demenz befasst. In Billstedt an der Merkenstraße 4 befindet sich der kleinste Standort dieses gemeinnützigen Projekts der Diakonie mit 15 Ehrenamtlichen, deren Dienste bislang 17 Senioren in Anspruch nehmen. „Die meisten Ehrenamtlichen sind zwischen 60 und 70, aber es sind auch einige Studenten dabei“, sagt Barbara Kirsche. Die gelernte Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe leitet den Standort seit vier Jahren und begleitet das ehrenamtliche Engagement hauptamtlich. „Es könnten gern noch mehr dazukommen“, motiviert sie Menschen aus der Umgebung für den Hilfseinsatz, der für die Nutzer ein „begleitendes Gedächtnis“ sein könne. „Ehrenamtliche fragen anders, dadurch haben wir schon häufig erlebt, dass Demenz-Erkrankte wieder ganz wach werden.“ Die Freiwilligen bringen beispielsweise manchmal durch Blätter, Zweige oder Früchte längst vergessene Düfte zurück und somit die Welt ins Haus für Senioren, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen können. Das Team der Standort-Leiter trifft sich einmal monatlich. Die Freiwilligen kommen alle zwei Monate mit Barbara Kirsche zum Austausch zusammen. „Dadurch entstehen auch ganz nette Kontakte“, erzählt sie. Und natürlich steht sie auch als Ansprechpartnerin bereit, wenn es mal Schwierigkeiten gibt.

Türkischsprachiges Angebot


Übrigens gibt es den Besuchsdienst für Menschen mit Demenz auch türkischsprachig in Kooperation mit Türkisches Leben mit Demenz in Hamburg. „Gönüllü“ heißt die Gruppe, das bedeutet „Helfen mit Herz“. Zehn Ehrenamtliche sind dort hamburgweit aktiv. Zwei bis drei Ehrenamtliche beteiligen sich in Billstedt an der Gruppe für Menschen mit Gedächtnisproblemen, die alle zwei Wochen für drei Stunden zur Entlastung der Angehörigen beiträgt. „Wir haben uns viel zu erzählen und zu lachen, trinken zusammen Kaffee und essen Kuchen und singen gerne auf platt, auf hochdeutsch und international.“ Hier sind zur Zeit noch zwei Betreuungsplätze frei. Die Kosten werden über ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot der Krankenkassen abgerechnet. Sogar einen Fahrdienst gibt es, weil viele der Senioren aus Mümmelmannsberg, Billstedt, Hamm und Horn nicht mehr in der Lage sind, selbst hierherzukommen.

Weitere Infos: Barbara Kirsche ist dienstags von 10 bis 13 Uhr unter Telefon 32 96 58 66 zu erreichen
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