Hochbahn denkt über Ausbau nach

Anzeige
Die Hochbahn ist am Bahnhof Billstedt an den Kapazitätsgrenzen angekommen Foto: fbt

Zwischen Legienstraße und Billstedt dürfte sich in den nächsten Jahren eine Menge tun

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Busfahrer, die den U-Bahnhof Billstedt ansteuern, müssen aufpassen: Rund um den Umsteigeknoten zur U2/U4 geht es manchmal ganz schön eng zu. Aber auch wenige hundert Meter weiter könnte es zu neuen Bauarbeiten kommen: Dass der U-Bahnhof Legienstraße Ort für eine neue Betriebswerkstatt wird, scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Wer regelmäßig mit dem Bus nach Billstedt und mit der U2 in die Stadt fährt, dürfte die Busfahrer der Hochbahn, von Jasper und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein, nicht beneiden: Der Verkehr hat hier inzwischen so zugenommen, dass die Fahrer viel Rücksicht brauchen, damit es nicht zu Unfällen kommt. Bei der Hochbahn ist die Nachricht angekommen: „Es ist richtig, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Kapazitäten der Busanlage weiter ausweiten zu können“, sagt Hochbahnsprecherin Christina Becker dem Wochenblatt, man prüfe bereits verschiedene Lösungsansätze.

Schäden durch Wasser


Einstweilen haben die Hochbahner aber noch mit einem anderen Problem zu tun. Christina Becker spricht von einem Feuchtigkeitsschaden, der sogar zu einer Pfütze auf dem Bahnsteig führe: „Der Feuchtigkeitsherd liegt im Bereich der Fahrtreppe, von dort gelangt das Wasser auf einen Träger und tropft schließlich auf den Bahnsteig.“ Im betroffenen Bereich ist die Deckenverkleidung abgenommen. Derzeit würden die genauen Zusammenhänge und mögliche Lösungsansätze analysiert; Grundvoraussetzung für die Beseitigung sei eine entsprechende Witterung. Christina Becker fügt hinzu, die Schadensbeseitigung könne „nicht vor dem Frühjahr 2016“ starten. Dem kommenden Frost soll mit Wannen vorgebeugt werden, die im Bereich der Fahrtreppe angebracht und für die Fahrgäste als Edelstahlplatten sichtbar sein werden. Sie sollen die Feuchtigkeit auffangen, damit sich auf den Bahnsteigen kein Glatteis bilden kann. Die Feuchtigkeit im Mauerwerk beschränkt sich nach Hochbahnangaben auf ein Maß, „das bei Frost nicht bedenklich ist“. Der Schaden werde kontinuierlich weiter beobachtet, man werde „im Winter verstärkt ein Auge darauf haben“.
Die Hochbahnsprecherin hat noch eine Überraschung parat: Ihr Unternehmen arbeitet an einer Machbarkeitsstudie für eine neue Betriebswerkstadt zwischen den Bahnhöfen Legienstraße und Billstedt. Platz dafür wäre, die Gleise der U-Bahn liegen weit auseinander. Der bevorstehende Netzausbau und die steigenden Fahrgastzahlen führten dazu, dass diese Pläne, von denen in der Szene schon die Rede ist, an Aktualität gewinnen. Wenn die Studie abgeschlossen und damit die Planung konkreter sei, „werden wir mit den Anwohnern in Dialog treten, um sie vorzustellen“, so Christina Becker. Mit konkreten Zahlen ist sie zurückhaltend, einen Baubeginn Anfang 2017 findet sie aber „denkbar“.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige