„Horner Geest“: Jetzt wird abgestimmt

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Vero aus Billstedt könnte sich einen Platz zum gemeinsamen Spielen vorstellen Foto: Grell
 
Britt Reincke und Lucia Huber sammelten die vielen Ideen im Billstedt-Center Foto: Grell

Anwohner können ihre Favoriten wählen. Hamburgs längster Parkt führt durch Horn, Billstedt, Hamm, Borgfelde und St. Georg

Hamburg Die Planungen rund um Hamburgs längsten Park, der „Horner Geest“ gehen jetzt in die Endphase. Denn noch können die Hamburger mit abstimmen, wenn es um Ideen für den neun Kilometer langen Grünzug quer durch die Stadt geht. Die Anwohner der fünf betroffenen Stadtteile (Horn, Billstedt, Hamm, Borgfelde und St. Georg) vom Hauptbahnhof bis zum Öjendorfer Park sind mit einbezogen worden, und an kreativen Einfällen mangelte es bei keiner der vielen Ideenwerkstätten in den Quartieren. Am vergangenen Wochenende konnten die Billstedter noch einmal mitreden und im Einkaufscenter vor Ort ihre schriftlichen Ideen einbringen. Maria (11) und ihr Bruder Mahdi (8) wünschen sich eine Riesenrutsche, die direkt in einem kühlen Schwimmbad endet. Eine Idee, die nicht zum ersten Mal auftaucht. „Gerade Wasserstellen waren in allen Stadtteilen gewünscht“, erklären Britt Reincke und Lucia Huber von der Firma Urbanista, die für die Planung der Geest zuständig ist.

Zweite Projektrunde startet


In der zweiten Runde werden aus allen eingereichten Ideen 25 Favoriten ausgewählt, die anschließend weiter bearbeitet werden. Damit alle fünf Stadtteile, durch die die Landschaftsachse läuft, von dem Grünzug profitieren, kommen aus jedem Stadtteil jeweils fünf Projekte weiter. Im Zeitraum vom 10. bis zum 14. Oktober können Bürger ihre Stimme im Stadtteilhaus „Horner Freiheit“ abgeben. Zudem werden Stimmzettel über Einrichtungen und Partner in der Umgebung verteilt. Wer in direkter Nachbarschaft zur Landschaftsachse leben, bekommen erhält den Stimmzettel per Postwurf.

Stadt und Bund geben fünf Millionen Euro


Die Stadt und der Bund fördern das Projekt „Längster Park der Stadt“ mit fünf Millionen Euro, ein Million davon ist ausschließlich für die Planung und Umsetzung der Bürger-Beteiligung vorgesehen. Vero (22) aus Billstedt könnte sich dagegen einen Platz vorstellen, auf dem Spiele angeboten werden, die zu mehr Gemeinsamkeit im Quartier führen könnten, andere Besucher würden im Öjendorfer Park gern eine Veranstaltungsbühne sehen, „die Klappstühle für die Zuschauer können dann von jedem selber mitgebracht werden.“

Kreativität war in der ersten Projektrunde gefragt

Die Kreativität in allen Stadtteilen war während der ersten Phase des Bürgerprojektes riesengroß. Von Ponyreiten mitten in der Stadt, Hochsitzen in Bäumen und Badewannen als kleine Swimmingpools war alles das dabei, was die Grünflächen direkt vor der Haustür in kleine Oasen der Erholung verwandeln könnte. Von der Innenstadt in St. Georg bis nach Öjendorf soll die grüne Achse verlaufen und den Menschen mehr Möglichkeiten zum Entspannen im eigenen Viertel bieten. Die Idee der Maßnahme „Horner Geest“ basiert auch auf der zunehmenden Verdichtung durch neue Bebauungen in den Quartieren, bei deren Entwicklung die Natur nicht zu kurz kommen soll. Die Stadt brauche intelligente Planungen für Parks und Grünflächen, meint auch Umweltsenator Jens Kerstan. Bis Ende 2019 sollen in den Stadtteilen St. Georg, Borgfelde, Hamm, Horn und Billstedt erste Projekte umgesetzt worden sein, mit durchgängigen Rad- und Fußwegen, Bäumen, Wiesen, Spielplätzen und Platz für Aktivitäten unter freiem Himmel.

Die 25 Top-Ideen werden bis Jahresende weiterentwickelt


Die 25 ausgewählten Favoriten werden dann gemeinsam mit Fachleuten in verschiedenen Werkstätten so weiterentwickelt, dass sie umsetzbar werden. Schon bis zum Jahresende soll dieser erste Schritt abgeschlossen und die Sieger-Projekte gekürt werden. Entweder entstehen dann fünf größere Projekte, die jeweils 200.000 Euro in Anspruch nehmen oder mehrere kleinere. Eine Jury aus Bürgern und Experten wird gemeinsam entscheiden. (kg)

Infos zum Projekt: www.deinegeest.hamburg

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