Huckepackbahnhof im Hamburger Osten eröffnet später

Anzeige
Der Opernfundus wird zwischen Billhorner Brückenstraße und dem S-Bahnhof Rothenburgsort angesiedelt Foto: sos

Die neue Speicherstadt, der „Billebogen“ in Rothenburgsort, soll erst im Herbst 2017 bezugsfertig sein

Von Sonja Schmidt
Rothenburgsort
Noch sieht man nur ein paar Bagger und aufgeschüttete Sandhügel. Doch in spätestens zwei Jahren wird das rund elf Hektar große Gelände des früheren Rangierbahnhofs in Rothenburgsort ein modernes Gewerbegebiet mit Gastronomie und Einzelhandel sein. Der Opernfundus wird als einer der ersten Nutzer in ein vierstöckiges Gebäude einziehen. Angedacht war der Einzug bereits für diesen Sommer (das Wochenblatt berichtete). Nach aktuellen Plänen der Sprinkenhof GmbH, die das Gebiet „Billebogen“ federführend mit der Hafencity Hamburg GmbH im Rahmen des Zukunftsprojekts „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ entwickeln und planen, steht jetzt Oktober 2017 auf dem Plan. Der Grund: Im Zuge des Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille – Wohnen und urbane Produktion in Hamburger Osten“ wurde auch das Nutzungskonzept und das städtebauliche Konzept für den neuen Huckepackbahnhof weiterentwickelt, so dass auf dem Gelände zusätzliche Sandaufschüttungen zur Geländemodellierung nötig waren, berichtet Sprinkenhof-Pressesprecher Lars Vieten. Noch in diesem Oktober aber werde mit den Rohbauarbeiten des Opernfundus-Gebäudes begonnen. Im Juni 2018 sollen dann auch die Werkstätten sowie der Kostüm- und Maskenfundus fertiggestellt sein.

Eine Chance für den Stadtteil


74 Mitarbeiter werden zukünftig in dem 30 bis 40 Millionen teuren Neubau arbeiten, berichtet Michael Bellgardt, Pressesprecher der Staatsoper Hamburg. „Mit dem Standort sind wir sehr zufrieden. Das liegt einerseits an der guten Verkehrsanbindung und andererseits an der Zusammenlegung der Fundi, alles wird an einem Ort zusammengefügt.“ Welchen kulturellen Einfluss die Umsiedlung des Opernfundus nach Rothenburgsort haben wird, ist noch Spekulation. Laut Grünen-Fraktionschef Michael Osterburg aber ist der Standort mit dem kreativen Schwerpunkt „definitiv eine Chance, Rothenburgsort für kulturelle Institutionen populärer zu machen“. Wie groß der positive Einfluss am Ende tatsächlich sein werde, könne man im Vorfeld nicht wissen. Osterburg: „Ausreichend für eine Belebung des Stadtteils ist der Opernfundus alleine sicherlich nicht. Wir benötigen dazu weitere Geschäfte und Orte, die ihr Umfeld miteinbeziehen und zu einer spürbaren Lebendigkeit des Stadtteils führen.“

Lesen Sie auch: Upgrade für Bahnhofsgelände

Lesen Sie auch: Hamburg: Der Sprung nach Nordosten
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige