Im Einsatz für die Natur

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Charlotte Springmann macht ein sechsmonatiges Praktikum beim NABU und freut sich auf jeden Einsatz Foto: Grell

Freiwillige bauen Hotel für Insekten in Hamburg-Borgfelde

Borgfelde Hamburger wollen den Wildbienen helfen. Dazu bauen sie ihnen sogar ein „Hotel“. Bei einer Aktion des Naturschutzbundes, (Nabu) haben am Sonnabend Anwohner aus Borgfelde dabei geholfen, die Behälter für die Brut und Unterkunft zu bauen und auf einer Grünfläche nahe der Geschäftsstelle in der Klaus-Groth-Straße zu installieren. „Die Idee der Hotels ist es, den Tieren hier Nahrung und Unterschlupf zu bieten“, erklärt Katharina Schmidt vom Nabu. An diesem Sonnabendvormittag mussten die Fläche gemäht und überflüssige Pflanzen entfernt werden. Auch Charlotte Springmann, die aktuell ein Praktikum bei dem Naturschutzbund macht, ist zum Einsatz für die Insekten gekommen. „Man lernt viel über die Natur und nebenbei trifft man nette Leute“, so die Studentin aus Süddeutschland. Warum die neunjährige Hanna mitmacht, wird kaum ein anderes Mädchen in ihrem Alter glauben: „Sie liebt alles, was herumkriecht, besonders Spinnen“, sagt ihr Vater, der sie begleitet. Alles, was mit Natur zu tun hat, liegt Hanna am Herzen und deshalb ist es ihr besonders wichtig, den Insekten einen Unterschlupf zu bauen. Während andere sie eklig finden, habe Hanna schon mit neun Jahren verstanden, wie wichtig die kleinen Tiere für die Natur sind.
Besonders gefreut haben sich die Nabu-Mitarbeiter, dass an diesem Tag so viele Menschen, darunter auch Flüchtlinge, die in der Nähe untergebracht sind, den Sonnabend genutzt haben, um die Insekten mit diesem Hotelbau tatkräftig zu unterstützen. Die Kampagne „Aktiv für Hamburgs Stadtnatur“ hat auch schon den Schmetterlingen geholfen, die sich auf einer extra für sie angelegte Wildblumenstraße aufhalten können. „Manche Nachbarn hier aus der Siedlung beschweren sich über die Wildblumensäume im Winter“, erklärt Katharina Schmidt. Immerhin bleiben die Blumen und Büsche auch nach der Blüte stehen und werden nicht kurzgeschnitten, weil in den trocknen Pflanzen Platz für Tiere in der kalten Jahreszeit geschaffen wird. Der Nabu veranstaltet das ganze Jahr über Aktionen rund um die Natur, bei der auch Nicht-Mitglieder aus der Nachbarschaft sich einbringen können. Hanna will auf jeden Fall wieder mitmachen, wenn es etwas vor ihrer Haustür zu tun gibt. „Wer mitten in der Stadt wohnt, möchte doch auch ein wenig Grün um sich herum sehen“. Ab sofort können Radfahrer und Fußgänger auf der Grünfläche unterhalb des Spielplatzes an der Klaus-Groth-Straße das Bienenhotel bewundern. Eine Schautafel erklärt die genauen Hintergründe des
Insektenhotels. (kg)
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