Immer weniger Parkplätze in Hamburg

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Dieser große Wagen steht einfach nur im Weg Foto: fbt
 
Die Lieferzone in der Billstedter Hauptstraße wird gern für illegales Parken genutzt Foto: fbt
Auch in Billstedt herrscht Parkplatznot. SPD mahnt Lösung an – Bauprojekte stehen politisch im Mittelpunkt

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Spricht man mit Abgeordneten der beiden Koalitionsfraktionen im Regionalausschuss, wird schnell offensichtlich, dass auch in diesem Jahr die Themen Verkehr, Parken und Wohnungsbau im Mittelpunkt Billstedter Diskussionen stehen werden. An einigen Punkten stehen die Themen sogar in direktem Zusammenhang. So hat Frank Ramlow (SPD) angemahnt, dass in Sachen knapper werdender Parkplätze etwas passiert. Ramlow sitzt für die SPD im Regionalausschuss Billstedt und der Bezirksversammlung Mitte. Nach Eröffnung eines Textilfilialisten im Ortszentrum sei an Markttagen (dienstags und freitags) rund um das Billstedter Zentrum kein Parkplatz mehr zu bekommen – die Parkgaragen seien voll, Autos stünden teilweise bis auf den Schiffbeker Weg Schlange.

Parken in zweiter Reihe


„Damit muss man sich beschäftigen“, sagt er – auch die Idee, auf dem Parkplatz an der Reclamstraße Parkuhren aufzustellen und möglicherweise Carsharing Fahrzeuge zu stationieren, müsse besprochen werden, so Ramlow. Nach seiner Einschätzung werde der Parkraum derzeit sehr gut überwacht, es kämen in der Billstedter Hauptstraße „zwei- bis dreimal am Tag“ Kontrollen. Vor Ort wird deutlich, dass während des gut besuchten Freitagsmarkts vor allem die Lieferzone, die sich in unmittelbarer Nähe der Fußgängerbrücke über die Billstedter Hauptstraße befindet, gern für illegales Parken, teilweise sogar in zweiter Reihe, genutzt wird. Die Parkplätze entlang der Billstedter Hauptstraße sind alle besetzt, ein Fahrer hat seinen Wagen sogar auf dem Bürgersteig abgestellt, das Parkareal an der Reclamstraße, das sich der Bezirk Mitte als mögliches Baugebiet „ausgesucht“ hat (das Wochenblatt berichtete), ist mit Autos so zugestellt, dass Sichtachsen für Fahrzeugführer, die das Gelände wieder verlassen wollen, sehr eingeschränkt sind.

Grüne zweifeln Gutachten an


Zum Thema äußert sich auch Nicole Kistenbrügger von den Grünen, sie sitzt ebenfalls in Regionalausschuss und Bezirksversammlung. Ihre Fraktion wolle sich das Verkehrsgutachten, das die Verwaltung im Zusammenhang mit dem Bauprojekt östlich Haferblöcken in Auftrag gegeben hatte, einmal genauer ansehen. Wie berichtet war auf der Öffentlichen Plandiskussion mitgeteilt worden, dass der Gutachter die existierenden Straßen als ausreichend ansehe – „das möchte ich nochmal sehen“, so Kistenbrügger.

Kleine statt große Busse


Schon jetzt gibt es über Verkehrsprobleme in dem Viertel rund um den Fuchsbergredder immer wieder Debatten, ehe das Bauen östlich Haferblöcken begonnen hat. Auch für die Busse der Linie 232 könnte es noch schwieriger werden, hier durchzukommen: Nicole Kistenbrügger schlägt vor, kleinere Omnibusse, die häufiger verkehren, einzusetzen. Verkehrsplanung, betont die Abgeordnete, „gehört zum vernünftigen Bauen dazu“. Frank Ramlow nennt gleich mehrere Bauprojekte. Östlich Mümmelmannsberg sollen 500 Wohnungen entstehen, am Oststeinbeker Weg wird auf dem früheren Schulgelände bereits gebaut. Ein ganz großes Thema werde die Gartenstadt Öjendorf. Wenn dieses Projekt realisiert werde, solle die Flüchtlingsunterkunft am Mattkamp verschwinden, sagt der Abgeordnete: Der SPD-Sprecher im Regionalausschuss betont, man wolle die Bürger in diesen Projekten unbedingt mitnehmen.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 15.01.2017 | 21:18  
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