Immobilienmarkt in Billstedt ist attraktiv

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Mittlere Kaufpreise pro qm Wohnfläche von Eigentumswohnungen (ohne Neubau) 2015

Gutachten zeigt: Kaufpreise sind seit 2015 stark angestiegen

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Wenige Tage nach dem in der Bezirksversammlung beschlossenen „Vertrag für Hamburg“ legt der Gutachterausschuss seine Gesamtschau zu Hamburger Immobilien 2016 vor. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob Billstedt, wo immerhin rund 70.000 Menschen leben, nicht unbedingt ein Eldorado für Bauherren ist. Das täuscht: Gleich zwei ehemalige Schulgelände sollen in den nächsten Jahren mit Wohnungen bebaut werden. Hinter dem U-Bahnhof Billstedt sind am Schleemer Weg ein paar hübsche, neue Häuser entstanden und rings um die Kapellenstraße wird seit Jahren immer wieder eifrig gebaut – am sichtbarsten ist derzeit der laufende Neubau eines Altenheims. Auch die Haferblöcken-Siedlung an der Grenze zu Jenfeld zeigt: Billstedt ist attraktiv. Studiert man das Vertragswerk aus der Bezirksversammlung, das freilich noch nicht unterschrieben ist, genauer, wird deutlich, dass im gesamten Bezirk Mitte jährlich 1.400 neue Wohnungen neu gebaut oder genehmigt werden müssen. Da ist die Frage, wie viel für ein Grundstück bezahlt werden muss, relevant – und damit die Zahlen des Gutachterausschusses. Im Jahr 2015 stieg die Zahl der verkauften Grundstücke, Wohnungen und Häuser hamburgweit um etwa 1.500 auf 13.500 an. Dabei wurden, wie der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung mitteilt, rund 9,567 Milliarden Euro umgesetzt – 20 Prozent mehr. Unbebaute Bauflächen (1,26 Mio. Quadratmeter) gingen für 830 Millionen Euro über den Ladentisch. Nach den Hamburger Stadtteil-Profilen des Statistikamts Nord (von 2014) hat Billstedt eine Gesamtfläche von 16,8 Quadratkilometern – in ganz Hamburg wurde also das 14-fache der Billstedter Fläche im letzten Jahr gehandelt. Eigentumswohnungen machen 56 Prozent, bebaute Grundstücke 33 Prozent, unbebaute neun und sonstige Flächen einen Prozent der Verkäufe aus. Die Umsätze steigen: 15 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser (auch bei Bauplätzen), 13 Prozent mehr Eigentumswohnungen, selbst für Grundstücke für Geschosswohnungsbau legten um sieben Prozent zu. Spannend ist der Bodenrichtwert, eine Art amtlicher Durchschnitt des Grundstückspreises: Während er für Mehrgeschoßwohnungsbau im Billstedter Sonnenland unter 300 Euro liegt, wären für das Grundstück des Hamburger Rathauses am Rathausmarkt 8.800 Euro pro Quadratmeter zu berappen.
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