In Billstedt ist Bauen im Eiltempo geplant

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Der Platz für die Betriebswerkstatt soll an die bestehende Abstellanlage für U-Bahnen in Billstedt anschließen Foto: fbt

Hochbahn braucht dringend neue Werkstatt. 90 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Keinen Aufschub duldet das Vorhaben der Hochbahn, zwischen Legienstraße und U-Bahnhof Billstedt eine neue Betriebswerkstatt zu bauen. Das wurde aus den Darstellungen zweier Hochbahnvertreter deutlich, die den Regionalausschuss Billstedt der Bezirksversammlung am vergangenen Dienstag besuchten. Klaus Uphoff, Leiter Barrierefreiheit und Betriebshöfe bei der Hochbahn, erläuterte den Parlamentariern, dass für die Wartung der neuen DT5-Züge, deren Klimaanlagen sich auf dem Wagendach befinden, Dacharbeitsstände notwendig sind. Dafür wird im Sommer in Farmsen eine provisorische Halle gebaut.
Grundsätzlich muss die Hochbahn aber ihre Kapazität erweitern, weil Hamburg wächst und die Fahrgastzahlen steigen. Derzeit sind außerdem lange Leerfahrten zu den bestehenden Werkstätten in Farmsen und Barmbek notwendig. Klar ist auch: An den bestehenden Standorten sind Erweiterungen nicht möglich.

Anlage soll 2018 stehen


Projektleiter Söhnke Hornsemann erinnerte daran, dass für das ins Auge gefasste Gebiet in Billstedt zwei Bebauungspläne existieren (Billstedt 86, Horn 44). Ursprünglich sei beabsichtigt gewesen, das U-Bahn-Gelände mit einem Deckel zu überbauen und Wohnungen zu errichten. Die Hochbahnplanungen ließen das weiterhin zu. Die neue Werkstatt würde im Innenhof eines möglichen Wohnkomplexes liegen. Hornsemann erläuterte den Ausschussmitgliedern die im Prinzip bereits bekannte Planung, an die jetzige Abstellanlage die Werkstatthalle und weiter hinten Richtung Horn eine Waschhalle zu errichten (das Wochenblatt berichtete). Die Anlieferungen sollen über eine Brücke erfolgen, die in Höhe des bestehenden Unterwerks entstehen wird. Es sind 40 Parkplätze, außerdem Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, vorgesehen. Die Hochbahn will in Billstedt 90 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Werkstattmitarbeiter werden in zwei Schichten arbeiten. Es wird keine Blech- und Lackierarbeiten, sondern nur so genannte Fristarbeiten geben. Im April sollen die Genehmigungsunterlagen eingereicht, die Anlagen zum Fahrplanwechsel 2018 im Winter in Betrieb genommen werden. Das Gespräch mit den Ausschussmitgliedern zeigte, dass die Hochbahn hofft, die Bauarbeiten sowohl ohne Einschränkungen für den U-Bahn-Verkehr als auch ohne Behinderung der Nachbarschaft abzuwickeln.

Keine Lärmbelästigung


Für den Betrieb der Werkstatt sind Fachleute notwendig – die Idee von Thaddäus Zoltkowski (SPD) wäre gewesen, zusammen mit dem Jobcenter Billstedt Arbeitslosen aus dem Stadtteil eine Chance zu geben. Söhnke Hornsmann versicherte, dass der Betrieb der Waschanlage keine Lärmbelästigungen verursachen werde – die in Autowaschanlagen übliche Lüftung falle weg. Auch die Baustelle als solche soll auf dem Gelände abgewickelt werden – als erstes wird eine Brücke über die U-Bahn gelegt, die auf das Gelände führen wird.
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