Investor plant Badeschiff in Hamm

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Berlin als Vorbild: Das Badeschiff in der Hauptstadt ermöglicht einen fantastischen Panoramablick auf die Spree. Ähnliches ist für Hamburg geplant Foto: Jing He

Im Hamburger Osten soll an der Bille ein Freizeit-Wasserprojekt entstehen. Diskussion zwischen Bauherr und Behörden

Von Frank Berno Timm
Hamm
Am Hammer Deich 70 soll eine Produktionsanlage für LED-Lampen entstehen. Doch Projektleiter Guntram Uhlig will eigentlich mehr – ein Sauna- und Badeschiff. Im Industriegebiet Hammer Deich soll neu gebaut werden. Am Hammer Deich 70 wird nach Auskunft von Projektleiter Guntram Uhlig ein Gebäude entstehen, in das unter anderem die Produktion so genannter LED-Leuchten einziehen soll. Eigentlich will Uhlig aber mehr: An der Bille soll ein Sauna- und Badeschiff festmachen, außerdem will er Wassersportarten hier eine Heimstatt geben. Aber offensichtlich gibt es Debatten mit dem Bezirk um das Wasserprojekt. „Dagegen könne die Stadt doch eigentlich nichts haben“, sagt Uhlig. In der Nachbarschaft existiert bereits ein Motorbootclub. Auch Lärmentwicklung könne in einem Industriegebiet doch nicht das Problem sein. Uhlig findet, kein anderes Unternehmen in der Nachbarschaft produziere etwas – wie es im Industriegebiet eigentlich vorgesehen sei. Er beklagt sich darüber, dass durch die Umplanungen Kosten gestiegen sind und die Zeit bis zur Genehmigung lange gedauert habe. „Wir wollen schauen, was die Zukunft bringt“, sagt Uhlig, der die Wasserpläne nicht aufgegeben hat.

Bereicherung fürHamburgs Osten


Sorina Weiland vom Bezirksamt findet, das Badeschiff könne eine Bereicherung für den Hamburger Osten sein, von der technischen Machbarkeit her sei es „gar nicht so abwegig“. Konflikte gebe es bei der landseitigen Bebauung wegen des derzeit geltenden Planrechts – wegen der Bestandsschutz genießenden Betriebe in der Nachbarschaft wäre Gastronomie „aktuell unzulässig“. Dass es am Hammer Deich bereits ein Hotel mit Stehcafé gibt, sei kein Widerspruch: Maßgeblich seien beim Planrecht nicht Straßen, sondern das für ein bestimmtes Flurstück geltende Planrecht, sagt Sorina Weiland. Wer durch den Hammer Deich geht, sieht übrigens vor allem Autohändler und Dienstleister und eine Tankstelle. Hier und dort parkt mal ein Lkw, die Gegend wirkt „vergessen“ – eine Belebung würde guttun.
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