Judo: Viele schön Kämpfe

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Die Goldmedaillengewinner der HT 16 (v.l.): Blerina Seferi, Jan-Hendrik Bartels, Leopold Reinecke und Dimitri Steigmann. Es fehlt Eileen Hollender. Foto: Thomas Hoyer

Die Veranstalter der „HT 16 Open“ konnten zufrieden sein

HAMM. 20 Jahre sind vergangen, seit die Hamburger Turnerschaft ein Judoturnier ins Leben rief, das noch immer zu den größten Veranstaltungen seiner Art in der Bundesrepublik gehört. Vor kurzem war es wieder soweit, dass die Sporthalle im Sievekingdamm bei den „HT 16 Open“ wieder ganz im Zeichen der japanischen Kampfkunst stand.
693 Aktive kämpften zwei Tage lang in verschiedenen Altersklassen (U11/ U14, U17, Erwachsene) um einen Platz auf dem Treppchen. Fast 100 Teilnehmer mehr als 2011, wobei auch der Zuspruch aus dem Ausland überaus erfreulich war. So konnte die HT 16 diesmal Judosportler aus acht Nationen begrüßen, darunter eine Gruppe junger Russen aus Tscheljabinsk (Ural) und Kämpfer aus Skopje (Mazedonien), die sogar per Auto angereist waren.
Kein Wunder, dass bei solch´ attraktiver Konkurrenz auch die Gastgeber noch motiviert in die Wettkämpfe gingen. Voll des Lobes war Turnierchef und Trainer Mark Borchert über die Leistung des Hammers Jan-Hendrik Bartels.
Im Finale der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm bezwang der Norddeutsche U17-Meister seinen Gegner Maik Möller, Sohn von Frank Möller, seines Zeichens Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Atlanta (1996), nach knapp zwei Minuten durch eine Wurftechnik („Harai-Maki-Komi“). „Ein unglaublich souveräner Auftritt in einem starken Teilnehmerfeld“, freute sich Mark Borchert. Ebenfalls in Bestform präsentierte sich Leopold Reinecke. Der 14 Jahre alte Gymnasiast, der in der Kategorie bis 55 Kilogramm antrat, gewann alle seine Kämpfe einschließlich des Finales vorzeitig.
Einen weiteren Erfolg in ihrer noch jungen Karriere konnte Blerina Seferi verbuchen. Die zwölfjährige Hornerin, die die Eliteschule des Sports im Alten Teichweg besucht, kämpfte sich bis ins Finale und besiegte dort die Rostockerin Annika Würfel mit kleiner Wertung („Yuko“). Jüngster Goldmedaillengewinner der HT 16 war Dimitri Steigmann, der im ersten Jahr in der Altersklasse „U14“ an den Start geht (-43kg). Der elfjährige Schüler hatte zwar in seinem ersten Kampf Glück, dass sich sein starker russischer Gegner nicht an die Regeln hielt, sprich unerlaubte Techniken anwandte und deshalb eine Bestrafung erhielt, doch dann war Dimitri nicht mehr zu stoppen und schickte im Finale den Bremer Amir Gadscheev mit großer Innensichel („O-Uchi-Gari“) vorzeitig auf die Matte.
Für das beste Resultat im Erwachsenenbereich sorgte Eileen Hollender (17), die nach vier gewonnenen Auseinandersetzungen im Finale der Damen-Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm die für den JC 66 Bottrop in der Bundesliga kämpfende Julia Rotthoff mit „Yuko“ besiegte. Das gute Gesamtergebnis der HT 16 runden fünf weitere Platzierungen auf dem Treppchen ab. Silber holten Magomed Giljan (U11/ -42kg), Viktors Dundurs (U17/ -66kg), Michelle Hahl (U14/ -36kg) und Jacob Hübner (U14/ -37kg). Rang drei erkämpften Ramsan Bogatyrov (U14/ -31kg), sein Bruder Bilal (U14/ -40kg) und Maximilian Trebesius (U17/ -43kg).
Auch die Judoabteilung des TSV Glinde meldet einige erstklassige Ergebnisse von den XX. HT16 Open. Antonia Büchsenschütz (-33kg), Mascha Ballhaus (-36kg) und Sophie Baumeister (-48kg) gewannen Gold in der Altersklasse „U14“. Seija Ballhaus (–40kg) durfte sich über Bronze freuen.
„Wir haben ein schönes und stark besetztes Turnier erlebt, bei dem es uns gelungen ist, die an ihre Grenzen stoßende Hallenkapazität mit einer straffen Organisation aufzufangen“, so Mark Borchert. „Mein ganz besonderer Dank geht daher an die rund 100 Helferinnen und Helfer, darunter auch viele ehemalige Aktive und zahlreiche Eltern.“
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