Junge Paten für Senioren

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Nele Langosch und Elfriede Steiner haben sich beim Verein kennengelernt. Beide unterstützen das Konzept Foto: Grell

Gesundheitssenatorin besucht Verein „Freunde alter Menschen“

Von Karen Grell
Horn
Auf ihrer diesjährigen Sommertour hat Cornelia Prüfer-Storcks, Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, das „Community Care“-Projekt des Vereins „Freunde alter Menschen“  besucht. In Zusammenarbeit mit der  Hanseatischen Baugenossenschaft wurde hier ein Projekt entwickelt, bei dem es um altenfreundliche Quartiersentwicklung geht. „Wir machen uns bereits seit 25 Jahren für ältere Menschen in den Stadtteilen stark“, erklärt Rainer Behrens das Konzept des Vereins, der in Frankreich gegründet wurde und jetzt über Berlin auch nach Hamburg kam. Die Idee ist es dabei, ganz unbürokratisch Nachbarn aus der Einsamkeit rein in das aktive Leben zu bringen. Während bei vielen Organisationen oft ältere Menschen untereinander vernetzt werden sollen, setzt das Community Care-Projekt auf den Zusammenschluss von Generationen. „Es könnte auch meine Omi sein, die allein zuhause sitzt“, erklärt Nele Langosch ihren Einsatz für die Senioren. Doch nicht nur die älteren Menschen profitieren hier, auch die jüngeren lernen viel Neues. „Wir waren zusammen im Botanischen Garten“, erinnert Nele, die einiges über die Pflanzenarten von ihrer Nachbarschaftspatin erfahren konnte.
Im Vordergrund des ehrenamtlichen Engagements steht das Überwinden von Einsamkeit, erklärt Rainer Behrens. Gesucht werden derzeit noch junge Erwachsene ab 20 Jahren, die Lust auf eine Patenschaft haben. „Wer dann am besten zu wem passt und wie oft die Zusammenkünfte stattfinden, wird in Gesprächen gemeinsam mit den Mitarbeitern der Einrichtung besprochen,“ erklärt Behrens „Die Chemie muss einfach stimmen“. Schon in Berlin hatte Rainer Behrens die zunehmende Teilung zwischen jung und alt beobachtet. Elfriede Steiner, die im Stadtteil Borgfelde lebt, ist glücklich darüber, ihre Kinder und Enkel in der Nähe zu wissen, hat aber ihren Freundinnen von dem neuen Verein im Stadtteil erzählt und motiviert, einfach mal vorbeizugehen. Spielnachmittage, Ausflüge und gemeinsames Kaffeetrinken bieten jedem, der nicht Alleinsein möchte, die Möglichkeit, Kontakte aufzubauen. Fazit der Senatorin: „Ein wirklich tolles Engagement. So können ältere Menschen so lange wie möglich im eigenen Umfeld wohnen bleiben.“

Weitere Infos unter 325 18 317 oder online www.famev.de
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