Kinder aus Hamburg fordern Tempo 30

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Susanne Gunkel, Christina Hermany und Jana Goldschmidt mit Berenike (rechts außen) beim Aufstellen der Schilder Foto: fbt

Grundschüler in Hamm wollen mehr Aufmerksamkeit in Caspar-Voght-Straße

Von Frank Berno Timm
Hamm
Kinder aus der Paulusschule an der Caspar-Voght-Straße haben am vergangenen Montag selbst gemalte Schilder aufgestellt, mit denen sie für Tempo 30 in der Caspar-Voght-Straße werben. Louise, Berenike, Jenny, Dunja, Laura und Kira gingen mit Direktorin Susanne Gunkel auf den Kreisverkehr und suchten den richtigen Platz für die Schilder, die in den vier Lerngruppen der Grundschule entstanden sind. „Wir hätten 40 Schilder haben können“, kommentierte Christina Hermany von der Anwohner-Initiative, die sich um eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit in der Straße kümmert, die Aktion. Es sei wichtig, dass die Autofahrer nicht nur langsamer, sondern auch achtsamer unterwegs sind, ergänzte Jana Goldschmidt von der Initiative. Die Schilder seien offiziell angemeldet und als Sondernutzung genehmigt, hieß es. Direktorin Susanne Gunkel zufolge ist zwar glücklicherweise im Schulumfeld noch nichts passiert, allerdings wird nach ihren Angaben besonders im Abschnitt zwischen Sievekingsallee und Kreisverkehr zu schnell gefahren. In der Paulusschule lernen 96 Kinder, es ist eine inklusive Grundschule, eine Kita befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft. In einigen Nebenstraßen des Viertels gilt bereits Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit. Der am Dienstag tagende Regionalausschuss Horn/Hamm/Borgfelde/Rothenburgsort fasste in Sachen Tempo 30 keine neuen Beschlüsse. Man wolle abwarten, bis sich ein neuer, leitender Beamter im zuständigen Polizeirevier eingearbeitet habe, hieß es. Vor der Sommerpause hatten sich die Ausschussmitglieder dafür ausgesprochen, in der Caspar-Voght-Straße 30 km/h festzulegen, obwohl die Polizei darauf aufmerksam gemacht hatte, dass eine 30-km/h-Zone dort nicht möglich sei (das Wochenblatt berichtete).
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