Kita Jesu Herz in Hamburg sucht Spender

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Kita-Leiterin Kerstin Wullbieter wünscht sich mehr Grün für die Kita Foto: Timm
 
Die gut besuchte Kita liegt auf dem Gelände der Herz Jesu Kirche in Hamm Foto: Timm

Der Kindergarten in einem ehemaligen Pfarrhaus in Hamm braucht Geld für eine grüne Außenanlage und für Spielzeug

Hamm Die Kita Herz Jesu ist zwar in schöne neue Räume gezogen, für die Herstellung eines kindgerechten Außengeländes fehlt noch Geld. Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Mitte hilft jetzt mit 10.000 Euro – aber es wird noch mehr gebraucht. Im ehemaligen Pfarrhaus der Herz-Jesu-Kirche in Hamm sitzen Kindergartenkinder beim Essen, die Räume wirken hell und freundlich, die Atmosphäre ist angenehm – 55 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren kommen hier her, „wir führen eine Warteliste“, sagt Kitaleiterin Kerstin Wullbieter (40). Die Kita ist Pfingsten hier eingezogen. Vorher wurde das Gebäude saniert und umgebaut. „Mit der Baugenehmigung stand es unter Denkmalschutz“, sagt Kerstin Wullbieter, damit stiegen die Kosten, statt einer Million Euro waren auf einmal 1,2 Millionen Euro fällig. Die Erzieherin berichtet gleich von mehreren Beispielen für Kostensteigerungen: so hatte sich herausgestellt, dass der Keller des Gebäudes nass war. Die Krippenräume mussten neu eingerichtet werden, vorhandene Möbel passten nicht für Räume mit Dachschrägen in der obersten Etage. Weil Krippenkinder und ältere nicht auf einem gemeinsamen Spielplatz sein dürften, mussten voneinander getrennte Außenanlagen hegerichtet werden: Mit 36.000 Euro vom Bonifatiuswerk hat Kerstin Wullbieter nur die nötigsten Dinge anschaffen können. Beispiel: Ein einzelner Krippenwagen, mit dem die ganz kleinen geschoben werden können, kostet 2.300 Euro: „Das ist noch nicht der Mercedes.“ Auf dem Rundgang ums Haus wird deutlicher, was Kerstin Wullbieter meint: Es fehlt viel. Der kleine Parcours aus Pflastersteinen, auf dem die Kinder mit Rollern und Dreirädern üben könnten, ist noch nicht begrünt. Für den Sandkasten fehlt ein Sonnensegel, auf dem mit Holzpellets abgefederten Hof für die ganz kleinen ist ein einsames Wipptier aufgebaut – mehr gibt es noch nicht. Auch um den Fluchtturm, der an das ehemalige Pfarrhaus gebaut wurde, gab es Diskussionen: Weil die Rutsche nicht mit einem Netz darüber abgesichert war, musste der TÜV ein zweites Mal kommen. Die zusätzlichen Maschen schlagen mit über 4.000 Euro zu Buche. Der Turm, sagt die Kitaleiterin, sei zwar recht groß, aber sehr beliebt bei den Kindern, weil sie so viel einfacher ins Freie könnten. Direkt am Haus, wo jetzt noch Holzpellets hinter Beton-steinen sind, wollen die Kindergärtner mit ihren Jungs und Mädchen mal Kräuter anpflanzen: „Welches Kind weiß heute noch, wie Dill aussieht?“ fragt Wullbieter.

Geld reicht nicht


Es fehlt also Geld – 20.000 Euro für das Außengelände, damit die Anlagen richtig fertig werden und von den Kleinen wunschgemäß „bespielt“ werden können. Im Hauptausschuss der Bezirksversammlung wurde kürzlich ein Antrag der SPD-Fraktion beschlossen. Nun fließen 10.000 Euro – allerdings muss die Kita ihr Gelände für beaufsichtigte Gruppen aus dem Stadtteil öffnen. Und das restliche Geld? Das hätte man erstmal nicht, sagt die Kita-Leiterin, da müsse man dann sparen. Die Verhältnisse im Inneren sind aber nahezu traumhaft. Erstmals haben die zehn Mitarbeiter des Hauses ihren eigenen Raum im ersten Stock. Es gibt ein Multifunktionszimmer für Kleingruppenarbeit, das Treppenhaus ist aus Brandschutzgründen teilbar, alles wirkt ausgesprochen hell und freundlich. „So eine Chance bekommt man nur einmal“, freut sich Kerstin Wullbieter – ihre Kita ist gut vernetzt im Stadtteil, die Kinder haben schon Kekse für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge gebacken und sich auf einem Fest im Hammer Park präsentiert. Was ist das besondere an der Kindertagesstätte, in die Mädchen und Jungs aus Horn, Hamm, Rothenburgsort und Billstedt kommen? Die Ausstrahlung, antwortet Kerstin Wullbieter, man wolle den Kindern ein Nest bieten, einen geschützten Raum, in dem sie sich ausprobieren können. Die nächsten zwei Jahre sind die Gruppen ausgebucht, das wird seine Gründe haben.

Spenden: IBAN DE68 200505501244121875, BIC HASPDEXXX, Verwendungszweck: Förderkreis Kindergarten
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