Kommt der Bebauungsplan?

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Bernd Ohde (FDP) vor dem Panorama der stillgelegten Schule am Osteinbeker Weg: „Wenn der Senat jetzt in der Frage der Einrichtung von Unterkünften für Asylbewerber in Billstedt stur bleibt, müssen alle die Suppe auszulöffeln.“ Foto: Neschki
 
Bernd Ohde (FDP) will sich für eine öffentliche Plandiskussion bereits in diesem Frühjahr einsetzten. Foto: Neschki

Stadtentwicklungsausschuss entscheidet am Mittwoch

Von Mike Neschki
Billstedt. Der Steit um die Nutzung des Geländes am Öjedorfer Weg geht in die nächste Runde. Am heutigen Mittwoch berät der Stadtplanungsausschuss über den obligatorischen Bebauungsplan. Vor knapp sieben Jahren wurde den Anrainern der stillgelegten Schule zwischen Möllner Landstraße und Öjendorfer Weg versprochen, dieses Gelände als Bauland für Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser zu nutzen. Seit knapp sieben Jahren vertröstet der Bezirk Hamburg-Mitte die Bewohner der benachbarten Grundstücke. Antworten auf Anfragen seitens der angrenzenden Bewohner wie etwa Michael Fröhlich, wann mit der Bebauung begonnen wird, konnte niemand geben, weil die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) als Besitzerin des Grundstücks die Fläche für eine Bebauung bisher nicht frei gegeben hat.
Anfang des Jahres dann der Schock für die Menschen rund um das Schulgrundstück: 69 Asylsuchende und Wohnungslose sollen für mindestens zwei Jahre in den vorhandenen Gebäuden auf dem Territorium untergebracht werden (das Hamburger WochenBlatt berichtete). Gerade die Anlieger sind nicht bereit, die bisherige Entwicklung ohne Widerstand hinzunehmen.
Nun aber soll es einen Bebauungsplan-Entwurf für das ehemalige Schulgelände geben. Es heißt, dass auf Basis des Schulentwicklungsplans aus 2012 und der kürzlich mitgeteilten Freigabeerklärung der Schulfläche durch die BSB der Standort für eine Schule entbehrlich geworden sei, so dass das Grundstück nun als Wohnungsbaufläche entwickelt werden könne.Das ehemalige Schulgelände am Oststeinbeker Weg soll künftig für verdichteten eigentumsorientierten Einfamilienhausbau zur Verfügung stehen.
Dazu bedarf es jedoch noch der Zustimmung des Stadtplanungsausschusses zur Weiterführung des Planverfahrens und zur Durchführung einer öffentlichen Plandiskussion. Bitte lesen Sie weiter auf Seite 3.

Fortsetzung von Seite 1. Billstedt. Seitens der BSB ist beabsichtigt, sämtliche Gebäude auf dem Grundstück aufzugeben. Eine abschließende Klärung wird im Bebauungsplanverfahren vorgenommen.
Dazu Bernd Ohde, Fraktionvorsitzender der FDP im Bezirk Hamburg-Mitte: „Wir sind als Liberale dafür, dass jetzt endlich die baldige Bebauung mit den dort seit mehr als sechs Jahren beabsichtigten Einfamilienhäusern unterschiedlicher Art so vorangebracht wird, dass dort bis Ende 2014 etwa 50 bis 60 neue Wohneinheiten entstanden und bezogen sein können. Wir werden uns also für eine entsprechende öffentliche Plandiskussion noch in diesem Frühjahr einsetzen.
Das setzt voraus, dass der Senat in der Frage der Einrichtung von Unterkünften für Asylbewerber in Billstedt nach- und seine sture Haltung diesbezüglich aufgibt.“
Hildegard Jürgens, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete äußerte sich wie folgt dazu: „Seit die Schule am Oststeinbeker Weg 2006 aufgegeben wurde, bin ich für einen hochwertigen, der Umgebung angepassten Wohnungsbau auf diesem Areal. Die Schulbehörde gab die Fläche jedoch erst Ende 2012, nach Verabschiedung des Schulentwicklungsplans, endgültig frei, sodass erst jetzt das Bebauungsplanverfahren beginnen kann.
Die Unterbringung von Flüchtlingen wird von der Sozialbehörde als Zwischenlösung bezeichnet. Daher sollte es unser Ziel sein, möglichst frühzeitig mit einem Bau beginnen zu können.“
Wenn schon 2014 die ersten neuen Wohnhäuser dort stehen sollen, müsste spätestens Ende 2013 mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen werden. (mn)

Sitzung des Stadtplanungsausschusses, Mittwoch, 20. Februar, 18 Uhr, Sitzungssaal des Bezirksamtes, Klosterwall 4
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2 Kommentare
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Erich Heeder aus Billstedt | 20.02.2013 | 18:34  
803
Erich Heeder aus Billstedt | 23.02.2013 | 20:50  
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