Kommt jetzt die Räumung?

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Polizisten und KoZe-Sympathisanten in der Norderstraße

Besetzer der ehemaligen Gehörlosenschule wollen ihr Projekt verteidigen

HAMMERBROOK. Der Ton wird rauer: Die Besetzer aus dem Münzviertel werden auf keinen Fall die ehemalige Gehörlosenschule, die sie seit mehreren Monaten besetzen, räumen.

Auf der Homepage heißt es seitens der autonomen Besetzer: „Wir müssen unsere Projekte erkämpfen und verteidigen. KoZe bleibt!“ Auf dem Gelände sollten bereits seit November des vergangenen Jahres neue Wohnungen entstehen. Eine Räumungsklage, die die Finanzbehörde angestrengt hat, läuft derzeit. Das kollektive Zentrum (KoZe) hat zurzeit einen Mietvertrag für 70 Quadratmeter des Erdgeschosses sowie für den im Jahr 2015 gewaltsam abgerissenen Garten mit Spielplatz für monatlich 70 Euro Nebenkostenpauschale.

Der Vertrag besteht zwischen dem Münzviertel-Verein KuNaGe e.V. (Kunst Naher Gegenden) und dem LIG (Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, der untersteht der Finanzbehörde der Stadt Hamburg). Weitere Teile des Gebäudes sind besetzt und auch der Großteil des Schulhofs wurde zeitweise besetzt.Vertragsverhandlungen laufen seit einem Jahr zwischen der Stadt und den Besetzern – zu einer Einigung kam es bislang offenbar nicht.

Bei der sogenannten Hofinvasion wurden im Juli 2015 vier Besetzer festgenommen. Polizisten sperrten damals die Norderstraße sowie den Innenhof des Geländes ab, um Bauarbeiten zu sichern. Teile der leerstehenden Schulgebäude neben dem "KoZe" sollten abgerissen werden. Sollten sich die Beteiligten nicht einigen, könnte nach einem Gerichtsurteil eine Räumung durch die Polizei folgen. (mr)
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