Kommt Tempo 30?

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Blick in die Carl-Petersen-Straße Foto: je

Carl-Petersen-Straße soll umgestaltet werden

Von Martin Jenssen
Hamm
Im Sommer hatten sich die Anwohner der Carl-Petersen-Straße auf einer von der Bürgerplattform „ImPuls“ einberufenen Bürgerversammlung für eine Verkehrsberuhigung in ihrem Wohnumfeld ausgesprochen. Die rund 50 Bürger, die zu der Versammlung erschienen waren, stimmten dafür, dass die Straße eine Tempo-30-Zone werden soll.
Jetzt hat sich die Politik diesem Wunsch der Bürger angenommen. Im Regionalausschuss der Bezirksversammlung Mitte stimmen alle Fraktion dafür, die Straße anwohnerfreundlicher zu gestalten. Es soll nun geprüft werden, wie die Wünsche der Anwohner umgesetzt werden können.
Die Abgeordneten erkannten, dass in der Straße ein erheblicher Handlungsbedarf besteht. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei die Verkehrssituation. Tempo 30 würde den Verkehr eindämmen, da dann einigen „Rasern“ vermutlich die Lust genommen würde, die Carl-Petersen-Straße als Abkürzungsstrecke zu nutzen. Mehr Übergänge für Fußgänger und der Radverkehr auf der Straße würde zu einer weiteren Beruhigung führen. Die Inhaber von Geschäften beklagten außerdem, dass die Parkplätze in der Straße von einigen Autofahren, die in der Innenstadt arbeiten, als Dauerparkplätze genutzt werden.

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Der einzige erreichbare Briefkasten in der Straße ist wegen fehlender Übergangsmöglichkeiten, quer parkender Autos und unebener Böden vor allem für ältere Anwohner und für Menschen mit Behinderungen schwer zu erreichen. Hohe Bordsteinkanten, zerstörter oder gewellter Asphaltbelag sind Stolperfallen für die Bürger. Eine Abgeordnete berichtete, dass sich bereits vier ältere Damen durch Stürze in der Carl-Petersen-Straße verletzt hätten.
Geprüft auf Machbarkeit und Kosten werden jetzt unter anderem die Einrichtung einer Tempo-30-Zone mit Rechts- vor Links-Verkehrsregelung; die Verlegung des Radverkehrs auf die Straße; die Sanierung der Fahrbahn und Gehwege; die Schaffung von mindestens zwei Zebrastreifen; die Installation von Fahrradabstellbügeln und die Einrichtung von Kurzparkzonen zwischen 8 und 18 Uhr mit Parkzeiten bis zu zwei Stunden.
Bis die Prüfungen abgeschlossen sind und das Geld für die Umgestaltung zur Verfügung gestellt wird, werden sich die Anwohner der Carl-Petersen-Straße aber noch eine Weile gedulden müssen.
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