Koolbarg: Behörde flickt Straßenlöcher

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Friedrich Wilhelm Kröger zeigt auf die ausgebesserte Stelle und hebt den Daumen für das schnelle Handeln Foto: to
Hamburg: Koolbarg |

Bezirksamt Hamburg-Mitte reagiert nach Wochenblatt-Anfrage

Von Thomas Oldach
Billstedt
Und da sage noch einmal jemand, die Mühlen von Behörden und Verwaltung in Hamburg würden nur langsam mahlen – ein Fall aus Billstedt hat jetzt das Gegenteil bewiesen. Dort hatten sich Anwohner der Straße Koolbarg über massive Straßenschäden beim Bezirksamt beschwert und ihren Unmut auch gegenüber dem Hamburger Wochenblatt geäußert. Wenige Tage, nachdem unsere Zeitung bei den zuständigen Behörden nachgehakt hatte, wurde sofort gehandelt. Seit Freitag vergangener Woche sind die tiefen Schlaglöcher verschlossen. Nicht nur Anwohner wie Friedrich Wilhelm Kröger freut das: „Ich bin begeistert, wie schnell gehandelt wurde und bedanke mich bei allen Beteiligten“, sagt der 88-Jährige. Obgleich: Ein fader Nachgeschmack bleibt. Denn die größten Straßenlöcher, aus denen sogar Steine in der Größe eines Euro-Stücks auf den Fußweg geschleudert wurden, sind zwar geschlossen worden. Doch der gesamte Koolbarg gleicht einem „Flickenteppich“, der desolat bleibt. Aber am Gesamtzustand der Fahrbahnoberfläche könne derzeit keine grundsätzliche Verbesserung erfolgen. Hier sei die Durchführung einer Deckensanierung erforderlich, zu deren möglichen Realisierungszeitraum derzeit noch keine Aussage getroffen werden könne, heißt es aus der Behörde.

7,5 Tonnen Asphalt

Deshalb bleibt auch am Koolbarg momentan nur das „Flicken“. Das aber läuft im Bezirk unter Hochdruck: „Das Revier Billstedt verbaut mit seinen beiden Straßenbau-Regiekräften jährlich bis zu 40 Tonnen Reparaturasphalt in 25-Kilo-Eimern. In diesem Jahr wurden bis heute nahezu täglich 10 bis 40 Löcher geschlossen und etwa 12 Paletten zu je 24 Eimern mit 25 Kilo mit der Hand verbaut. Das sind rund 7,5 Tonnen“, sagt Norman Cordes, Pressesprecher des Bezirksamts Hamburg-Mitte nicht ohne Stolz. Und: „Um Schäden an Straßen oder Gehwegen zu melden, muss nicht zwangsläufig über die Presse gehen. Wer sich unter der allgemeinen Behördenrufnummer 115 an den sogenannten Melde-Michel wendet, dem wird auch und aus erster Hand geholfen“, versichert Cordes.

Straßenschäden melden: Melde-Michel Hamburg
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