Kritik an Ausbau U-Bahn-Halt Hammer Kirche

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Besonders ältere Fahrgäste haben es an dem südlichen Eingang schwer Foto: kg

Station ist nicht barrierefrei. Regionalausschuss bemüht sich um Nachbesserung beim HVV

Von Karen Grell
Hamm
Holger Schmidt, Bezirksabgeordneter der CDU für den Stadtteil Hamm, zeigt auf die langen Treppenstufen, die an der Horner Landstraße zur U-Bahnstation Hammer Kirche in die Tiefe führen. „Hier sind ältere Menschen mit Gehbehinderungen, Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer aufgeschmissen“, bedauert Schmidt, der für diese Station einen komplett barrierefreien Ausbau fordert. Zwar gibt es einen Fahrstuhl auf der Seite am Hammer Markt, allerdings keinen auf der gegenüberliegenden Seite, die gerade für Menschen mit Einschränkungen in der Mobilität „ausgesprochen schwierig zu erreichen ist.“ Wenn man schon den Bahnhof ausbaue, dann auch richtig, meint der Bezirksabgeordnete, der das Quartier schon seit der eigenen Kindheit kennt. Erst seit einigen Monaten ist es durch den kürzlich eingebauten Aufzug im U-Bahnhof Hammer Kirche überhaupt möglich geworden, die Bahnsteigebene zum Ausgang am Geesthang barrierefrei zu erreichen und so zum Hammer Steindamm oder über eine Rampe zum Hammer Markt und die angrenzende Kirche zu gelangen. Der Aufzug hält auch auf der Ebene des Fußgängertunnels, der unter die Hammer Landstraße hindurch auf die gegenüberliegende Straßenseite führt. Wer diesen nutzt, um zum südlichen Teil des Stadtteils zu gelangen, steht am Ende des Tunnels plötzlich vor einer hohen Treppenanlage. Obenrum ist der Weg noch beschwerlicher. „Gerade durch den steil abfallenden Berg und die breite Straße, die hier überquert werden muss, ist der Weg von der U-Bahn-Station zum unteren Hamm-Abschnitt für Menschen mit Gehbehinderungen oder Familien mit Kindern sehr gefährlich“, sagt Holger Schmidt. Wer dann noch mit Einkaufstüten vom Markt käme oder einen Gehwagen mit sich führt, habe Schwierigkeiten, nach Hause zu kommen. Platz für einen zweiten Aufzug sei hier auf jeden Fall, meint Holger Schmidt, der die Örtlichkeit schon inspiziert hat. Jetzt fehle es nur noch an der Motivation des HVV, hier zu handeln. Der Treppenvorraum und auch die Treppenbreite seien groß genug, um einen zweiten Fahrstuhl südlich des Fußgängertunnels zu realisieren. Der Regionalausschuss hat deshalb eine Petition beschlossen und das Bezirksamt gebeten, mit den zuständigen Stellen in Kontakt zu treten, um den kompletten Ausbau der Station auf den Weg zu bringen. Die Bezirksversammlung entscheidet am 17. November über den Antrag. Von Nutzen wäre der Fußgängertunnel mit dem zweiten barrierefreien Aufgang, dann auch nicht nur für die U-Bahn-Nutzer. Mit Fahrstuhl könnten Anwohner südlich der Hammer Landstraße auch bequemer den Wochenmarkt oder den Hammer Park erreichen. Die Hoffnung liegt nun bei der Nachbesserung, denn „so ist das nur eine halbe Sache“, so Schmidt.
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