Kulturpalast-Anbau soll im Sommer starten

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Das Modell zeigt die Erweiterung des Kultur Palast Hamburg. Eine Glasfront wird Vorder- und das neue Haupthaus miteinander verbinden Grafik: Kulturpalast
 
Dörte Inselmann, Intendantin und Vorstand der Stiftung Kulturpalast, und Jochen Schindlbeck präsentierten die aktuellen Projekte des Kulturhauses in Billstedt Foto: cy

Pläne im Regional-Ausschuss. Thema Karstadt verschoben

Von Cetin Yaman
Billstedt
Die Schließung von Karstadt Billstedt war einer der mit Spannung erwarteten Tagesordnungspunkte auf der letzten Sitzung des Regionalausschusses. In einem Antrag der Fraktion Die Linke sollte es um die Sicherung der Arbeitsplätze bei Karstadt oder einem nachfolgenden Arbeitgeber gehen. Der Punkt wurde jedoch auf die nächste Sitzung Ende Februar vertagt. Dann soll ein Vertreter der irischen Firma Signature Capital, der das Noch-Karstadt-Gebäude gehört eingeladen werden und Fragen über die Zukunft der Fläche beantworten.

Baustart im Sommer


Einen großen Raum nahm in der von der Vorsitzenden Hildegard Jürgens geleiteten Sitzung die Präsentation des Kulturpalasts Hamburg ein. Vor wenigen Wochen wurden dem Billstedter Kulturhaus Mittel aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ in Höhe von knapp 5 Millionen Euro bewilligt, so dass nun insgesamt 13,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Damit kann der lange anvisierte Um- und Erweiterungsbau noch in diesem Jahr (Frühjahr/Sommer) beginnen. Dörte Inselmann, Intendantin und Vorstand der Stiftung Kulturpalast, hatte sich seit acht Jahren für die Erweiterung des ehemaligen Wasserwerks am Öjendorfer Weg eingesetzt. Alleine in den letzten zehn Jahren haben sich die Zuschauerzahlen vervierfacht und das Angebot wurde ständig ausgeweitet. „Der Kulturpalast hat sich sehr gut weiterentwickelt und wir haben für die laufenden Kosten mit 60 Prozent einen hohen Eigenfinanzierungsanteil. Die werden wir auch mit dem Anbau halten können, da sind wir sehr optimistisch“, sagte Inselmann. Sie betonte, dass der Kulturpalast von den Bürgern nicht nur für Veranstaltungen besucht werde, sondern auch als Anlaufstelle diene. „Hier treffen sich alle, egal welchen Alters oder welcher Herkunft. Seit nunmehr 34 Jahren ist der Kultur Palast Hamburg das einzige Kulturzentrum im Hamburger Osten“.
Der knapp 2000 Quadratmeter große Erweiterungsbau soll dem großen Entwicklungspotenzial - insbesondere der jungen Menschen - noch stärker gerecht werden. Die Erweiterung wird in Form eines Zwischenbaus das Haupthaus und das Vorderhaus über eine große Glasfront miteinander verbinden.
Das multifunktionale Raumkonzept beinhaltet einen Veranstaltungsraum mit 400 Plätzen und eine feste Bühne, ein Ton- und Medienstudio für Live-Aufnahmen und Studioproduktionen, Proberäume für die HipHop Academy Hamburg und Ateliers, Tanzstudios, Arbeitsräume für Mitarbeiter und Arbeitsgruppen (unter anderem für die Geschichtswerkstatt Billstedt und jaf e.V. – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V.) sowie eine Kindertagesstätteauf zwei Geschossen für 60 Kinder im Elementar-und Krippenbereich. Die Präsentation stieß fraktionsübergreifend auf ein positives Echo, die Erweiterung des Kulturpalasts wird von allen Seiten begrüßt.
Weitere Punkte des Regionalausschusses waren unter anderem die Aufwertung der Grünfläche zwischen Schiffbeker Weg und Legienstraße. Der Antrag der CDU wurde in einen Prüfantrag umgewandelt. Ein weiterer Antrag der Christdemokraten, die Umwandlung von 20 öffentlichen Parkplätzen zu Sonderparkplätzen für Menschen mit Behinderung am ehemaligen Ortsamt bis hin zum Öjendorfer Weg wieder zumindest zur Hälfte zurück zu nehmen, wurde abgelehnt.
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1 Kommentar
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Erich Heeder aus Billstedt | 04.02.2015 | 18:36  
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