Kurz mal in die Hamburger City radeln

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Jürgen und Martina aus Celle „Wir machen im Urlaub eine Fahrradtour, sind in Magdeburg gestartet und fahren nun durch Hamburg. Jork ist heute unser Ziel, später geht es noch nach Glücksstadt und Cuxhaven. In unserer Karte ist dieser Radweg schon eingezeichnet, und er sieht traumhaft aus. Wir sind schon sehr gespannt, durch die Hafencity zu radeln. Schön, dass es ein Radweg ohne Autos ist.“

Die „Oberhafen-Connection“ gibt es jetzt einen Monat – Rothenburgsort ist begeistert

Von Stefan Dombert
Hamburg. Seit 1998 warteten die Menschen in Rothenburgsort und auf der Veddel auf die Anbindung mit einem ausgebauten Fahrradweg an die City. Die bisherige Strecke über die Billhorner Brückenstraße und Amsinckstraße sowie den Högerdamm war für Radfahrer zeitraubend und nicht ungefährlich. Vergangenes Jahr wurde die „Oberhafen-Connection“ im Juli eingeweiht. Am Großmarkt, zwischen dem Stadtdeich und der Billhorner Brückenstraße, verläuft jetzt auf der öffentlichen Hochwasserschutzanlage der Elberadweg. Das 1,9 Kilometer lange Teilstück schließt die Lücke des Fernradwanderweges von Tschechien bis Cuxhaven und verbindet den Hamburger Osten mit der Innenstadt. Gerade in diesem Traumsommer ist die neue, schnelle und autolose Verbindung in die City bei den Bewohnern außerordentlich beliebt. Das Hamburger Wochenblatt hat sich bei den Radfahrern umgehört und blickt kurz zurück.
Im Juni 1997 traf der Senat die Entscheidung für den „Neubau der Hochwasserschutzwand Großmarkt/Oberhafen“, 1998 kam erstmals die Idee eines integrierten Geh- und Radweges auf den Tisch. Die Idee der „Oberhafen Connection“ war verkehrs- und stadtentwicklungspolitisch überzeugend, hatte jedoch Gegner. So waren die Interessen der Wirtschaftsbehörde und des Großmarktes anders gelagert, was die Nutzung der neu zu entstehenden Flächen anbelangt. Dem gegenüber stand unter anderem die Initiative „Hamburgs Wilder Osten“ (HWO), eine unabhängige Gruppe von engagierten Bewohnern Rothenburgsorts. Im Jahr 2000 verstärkte die HWO ihre Lobbyarbeit für die „Oberhafen-Connection“. Zwei Jahre später ist die Hochwasserschutzwand fertig gestellt. Im Sommer 2012 erfolgt die Ausschreibung der „Oberhafen-Connection“. Die neue Verbindung besteht aus 16.440 Quadratmeter Fahrbahn, 1.510 Metern Bordsteinen, 1.058 Metern Stahlgitterzaun, 27 Baumpflanzungen und 13 Bänken. Die Gesamtkosten werden auf etwa 4,3 Millionen Euro taxiert. Die Strabag erhält im November 2012 den Zuschlag zum Bau, der vor einem Monat fertig wurde.
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