Lärm, Gefahr und Gestank durch Lastkraftwagen

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Lärm macht krank. Täglich brausen Hunderte von LKW durch die Straße. Der Billhorner Deich weist bereits viele Straßenschäden auf – Schuld ist auch der übermäßige LKW-Verkehr. Foto: Röhe

Ausschläger Allee: Anwohner fordern Verkehrsberuhigung

Rothenburgsort. 11.000 Kraftfahrzeuge passieren die Ausschläger Allee – pro Tag. Davon sind fast 500 Schwerlastfahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Einzelzählung aus dem Jahr 2009. Mit dabei sind 183 Busse im Linienverkehr, die täglich durch Rothenburgsort fahren. Hinzu kommen etwa 15.000 Fahrten zum Verwahrplatz für abgeschleppte Fahrzeuge (Autoknast), die die Anwohner jährlich aushalten müssen. Deshalb ist die Reduzierung des Lkw-Verkehrs oberstes Ziel. Eine Maßnahme: die LKW-Durchfahrtssperre in Höhe Rothenburgstraße.
„Die bestehende Regelung entlastet den Stadtteil bereits genug“, heißt es in einem Antwortbeitrag der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zu der Anfrage vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Jörn Frommann. „Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Frommann und ergänzt: „Durch die Sperre sind die LKW zu einem waghalsigen Wendemanöver gezwungen. Das ist der Behörde bekannt.“
Ursprünglich sollte der Schwerlastverkehr über die Großmannstraße geführt werden. Allerdings geschieht dies mangels eines vernünftigen Lkw-Leitsystems und Navigationssystemen nicht. Auch Philipp Anz, couragierter Bürger und Mitglied der Hamburger Grünen, sieht dringend Handlungsbedarf im Stadtteil. „Viele LKW nehmen Billhorner Deich und Ausschläger Billdeich als Abkürzungsweg. Täglich donnern mehrere Hundert LKW durch das Wohngebiet und gefährden Kinder und Erwachsene“, sagt Anz. Sein Vorschlag wäre eine weitere LKW-Sperre, die mitten auf dem Ausschläger Elbdeich stehen könnte. Somit wäre die Straße weniger frequentiert.   
Tenor der Behörde: es besteht keine Notwendigkeit, ein Verkehrskonzept für diesen Bereich zu erstellen. „Wie kann es sein, dass eine Behörde so weit entfernt ist von den Menschen dieser Stadt?“, fragt sich Jörn Frommann. Philipp Anz appelliert an die LKW-Fahrer: „Benutzen Sie ein LKW-Navigationssystem und fahren Sie freiwillig durch die Großmannstraße. Es ist kein großer Umweg und bringt wieder – im wahrsten Sinne – Ruhe in den Stadtteil.“ (mr)
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1 Kommentar
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Philipp Anz aus Rothenburgsort | 31.10.2012 | 20:00  
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