Leben statt Lernen

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Hier am Oststeinbeker Weg soll der Wohnungsbau beginnen Foto: Frank Berno Timm

Oststeinbeker Schulgelände ist verkauft. 67 Häuser entstehen in Billstedt

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Wo einst gelernt wurde, wird künftig gelebt: Auf dem Gelände der früheren Oststeinbeker Schule in Billstedt sollen 67 Wohneinheiten entstehen. Damit rückt die Forderung aus der Nachbarschaft, hier Wohnungen zu schaffen, etwas näher. Noch immer hängt das kleine Hinweisschild am Oststeinbeker Weg, das grob in die Richtung der früheren Schule zeigt. Doch Kinder lernen hier nicht mehr, auch die zwischenzeitlich untergebrachten Asylbewerber sind ausgezogen. Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde des Senats, erklärt dem Hamburger Wochenblatt, dass die Bauträger-ausschreibung für die Fläche beendet und das Gelände verkauft wurde – Eigentümer ist jetzt eine Grundstücksgesellschaft aus Henstedt-Ulzburg, die auch schon ein Bauschild aufgestellt hat. Doch viel mehr ist nicht passiert: Das Betreten des Grundstücks ist verboten; in der früheren Turnhalle arbeitet die Kirche ohne Turm, ansonsten herrscht Ruhe.

Planungen laufen


Stricker berichtet, das Gelände sei für die Bebauung mit 67 Wohneinheiten ausgeschrieben worden. Davon würden 34 als Doppelhaushälften und 24 als Reihenhäuser errichtet, weitere neun (sechs Doppelhäuser und drei Einfamilienhäuser) über das senatseigene Programm vergeben. Geklärt werden müssten noch diverse Punkte, etwa die Erschließung des Geländes. Verkehrlich wird es eine Anbindung an die Möllner Landstraße im Norden und den Oststeinbeker Weg im Süden geben. Außerdem sind Stricker zufolge fußläufige Verbindungen zum Wittdüner Weg im Westen und dem Landjägerstieg geplant. „Die Haupterschließungsachse durch das Planungsgebiet zwischen Möllner Landstraße und Oststeinbeker Weg wird charakterisiert durch eine Abfolge von drei Quartiersplätzen, welche sich an den Kreuzungspunkten zu den seitlichen Stichwegen bilden. Das Wegesystem ist durch verkehrsberuhigte Mischverkehrsflächen gekennzeichnet und durch eine Spielstraße zusätzlich in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgeteilt“, so Stricker. Dies könne aus Sicht des Verkäufers allerdings nicht abschließend dargestellt werden, betont der Sprecher. Von Grundstücksgesellschaft hieß es nur, „derzeit liefen intensive Gespräche mit der Stadt über die Planungen des Projektes.“ Dass das ehemalige Schulgelände am Oststeinbeker Weg mit Wohnungen bebaut werden soll, ist schon länger bekannt. Die Stadt hatte jedoch, trotz erheblichem Widerstand aus der Nachbarschaft, zunächst Asylbewerber in dem Gebäude untergebracht. In Zusammenhang mit dem Heim hatte sich auch ein Runder Tisch gebildet, der die Billstedter Migranten auf ihrem Weg unterstützte. Dieser hat seine Aktivitäten nun auf Billstedt erweitert.
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