Lebensraum Elbe erfahren

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Birgit Mieding zeigt den Kindern auf der Pontonanlage am Entenwerder Elbpark, wie sie die Wassertemperatur und die Sichtweite messen können Foto: Landeck

Kinder experimentieren und segeln mit den Entenwerder Elbpiraten

Von Johanna Landeck
Rothenburgsort
Wie wird aus schmutzigem Wasser wieder sauberes Nass? Wie entstehen XXL-Seifenblasen? Und welche Tiere leben in der Elbe? Diesen und weiteren Fragen gingen kürzlich rund 35 Kinder der Fritz-Köhne-Schule auf den Grund. Mit von der Partie: Eine waschechte Naturwissenschaftlerin, die sich bestens mit Wind, Segeln und Co. auskennt.
Im Rahmen eines zweiwöchigen Sommercamps erfuhren die Sechs- bis Zehnjährigen allerhand Wissenswertes über den Lebensraum Elbe. Staunend stellten die Kinder dabei mithilfe eines Thermometers fest, dass das Wasser am vergangenen Freitag wärmer war als die Luft. Angeleitet wurden die Grundschüler von der Wissenschaftlerin Birgit Mieding, die mit kindgerechten Experimente für Aha-Erlebnisse sorgte. Außerdem lernten die Schüler unter der fachkundigen Aufsicht der Segellehrerin Stine, wie viel Spaß das Umherfahren auf der Elbe macht.
Aus der Taufe gehoben hat das Projekt der gemeinnützige Verein Entenwerder Elbpiraten, Träger des örtlichen Kindersegelclubs, unter der Federführung des Modedesigners und Thomas-i-Punkt-Gründers Thomas Friese und seiner Tochter Alexandra. Ziel ist es, den Rothenburgsorter Kindern den Segelsport näher zu bringen und die Entenwerder Kulturlandschaft zu fördern. Mit Erfolg: „Die Kinder, die bei den Elbpiraten das Segeln erlernt haben, strotzen nur so vor Selbstbewusstsein“, stellt Birgit Mieding fest. Überhaupt sei das Projekt „eine super Kombination aus Erlebnispädagogik und naturwissenschaftlichen Themen“. Auch Sabine Mönnichs, Pädagogische Leiterin der Ganztagsschule, beobachtete, dass die Kinder, die überwiegend aus sozialschwachen Familien stammen, jeden Tag „Feuer und Flamme“ waren und den Lebensraum Elbe nun mehr zu schätzen wissen.
Mieding kann sich gut vorstellen, das Sommercamp als feste Institution zu etablieren und im Herbst und Frühjahr Zusatztermine anzubieten. Für die siebenjährige Ronja steht schon fest: „Wenn es wieder neue Themen gibt, dann mache ich wieder mit.“
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