Lebhafte Diskussionen in der HipHop Academy

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Die amerikanische Professorin Tricia Rose, die als eine anerkanntesten Hip-Hop Expertinnen weltweit sowie Akua Naru, US-amerikanische Rapperin aus Köln diskutierten im Kulturpalast mit über 50 jugendlichen Zuhörerin. Foto: zz
Billstedt. Die HipHop Academy hatte sich zu ihrem Workshop interessante Gäste in den Kulturpalast eingeladen.
Und zwar die amerikanische Professorin Tricia Rose, die als eine anerkanntesten HipHop Expertinnen weltweit sowie Akua Naru, US-amerikanische Rapperin aus Köln. Vor über 50 jungen Zuhören wurde in Englisch über die Themen „The Art of HipHop in Social Contest & Corporate Influence on HipHop“ und „Sexismus und Homophobie in der HipHop Kultur“ diskutiert.
Die Professorin für African Studies an der renommierten Brown University ging zunächst ein paar Schritte zurück in die Vergangenheit von HipHop. Sie rief noch einmal die soziokulturellen und technologischen Rahmenbedingungen seiner Entstehungsgeschichte in Erinnerung, um zu schauen, welche Bedeutung diese Aspekte heute und in Zukunft im HipHop haben.
Darüber hinaus ging sie auf das Thema Kommerzialisierung des HipHop ein und fragte kritisch nach, inwieweit sie ein Fluch und Segen für die Verbreitung der HipHop-Kultur ist. Ferner wurde in diesem Zusammenhang auch das Mainstreambild von HipHop kritisch hinterfragt und es wurden Ideen entwickelt, wie sich in der Vermarktung die Kreativität und Vielfältigkeit von HipHop integrieren lässt. Ein weiteres Thema waren frauenverachtende Videos und diskriminiernde Texte über Homosexuelle, die in den letzten Jahren immer häufiger Einzug im HipHop Einzug gehalten haben, nicht nur in den USA.
In der Diskussion ging Tricia Rose mit den Workshopteilnehmern dieser Entwicklung auf den Grund und griff dabei auch das Thema Sexismus und Homophobie im HipHop auf.
Die Rapperin Akua Naru stellte zu diesem Thema einen Gegenentwurf zum eingefahrenen weiblichen Rollenbild im HipHop dar. Mit ihren bisher veröffentlichten Alben und weltweiten Konzerten brachte die junge Wahlkölnerin den tot geglaubten weiblichen Conscious Rap erfolgreich zurück und positionierte sich innerhalb kürzester Zeit als ein vielbeachtete und von Kritikern der HipHop-Szene hochgelobte Künstlerin für weiblichen HipHop. (zz)
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